MediaMarkt und Saturn: Jetzt Bitcoin an der Kasse kaufen
Zwischen Fernsehern und Smartphones MediaMarktSaturn verkauft jetzt Bitcoin Von t-online, llb 02.07.2026 - 16:59 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! MediaMarkt und Saturn bringen Kryptowährungen in ihre Filialen. Warum Sie die unscheinbare Gutscheinkarte auf keinen Fall verlieren dürfen. Kundinnen und Kunden können ab sofort in den Filialen von MediaMarkt und Saturn neben Smartphones, Computern und Haushaltsgeräten auch Kryptowährungen kaufen. Möglich macht das eine Zusammenarbeit mit dem Anbieter Cryptonow. Die technische Integration und den Vertrieb der Gutscheinkarten übernimmt Epay, ein internationaler Anbieter für Payment- und Gutscheinlösungen. Der Kauf soll so einfach funktionieren wie der eines Geschenkgutscheins. Doch wie funktioniert das System – und welche Risiken und Kosten sollten Sie kennen? Kryptowährungen einfach im Geschäft kaufen Mit den Cryptonow-Gutscheinkarten erweitert MediaMarktSaturn nach eigenen Angaben sein Angebot an der Schnittstelle von Technologie und Finanzwelt. Kryptowährungen lassen sich damit nicht mehr nur online erwerben, sondern auch direkt im stationären Handel. "MediaMarkt und Saturn sind Orte, an denen Menschen neue Technologien entdecken. Genau dort gehören auch Kryptowährungen hin", sagt Simon Grylka, Managing Director von Cryptonow. Gemeinsam schaffe man einen Zugang, der so einfach sei wie der Kauf eines neuen Smartphones. Nach den Erfahrungen aus der Schweiz wachse das Interesse an Kryptowährungen in der breiten Bevölkerung. Vor allem unkomplizierte Kaufmöglichkeiten im Einzelhandel würden stark nachgefragt. So funktioniert die Gutscheinkarte Der Kauf läuft ähnlich ab wie bei einer Geschenkkarte. Sie nehmen eine Cryptonow-Karte aus dem Regal und lassen sie an der Kasse mit einem Betrag – beispielsweise 50 Euro – aufladen. Erst durch das Scannen an der Kasse wird die Karte aktiviert und erhält ihren Wert. Zu Hause geben Sie die Kartennummer auf der Internetseite von Cryptonow ein. Das Guthaben wird anschließend automatisch zum aktuellen Wechselkurs in die gewählte Kryptowährung, etwa Bitcoin, umgetauscht. Wichtig: Diese Karte sollten Sie niemals verlieren Die Kryptowährungen befinden sich nicht auf der Plastikkarte selbst. Sie existieren ausschließlich auf der Blockchain. Das ist ein digitales, weltweit verteiltes Register, in dem alle Transaktionen dauerhaft gespeichert werden. Die sieben größten Bitcoin-Mythen: Was stimmt wirklich? Die Gutscheinkarte dient als digitale Brieftasche (Wallet) und gleichzeitig als Zugangsschlüssel zu Ihren Kryptowährungen. Auf der Karte steht eine öffentliche Adresse (Public Address). Unter einem Rubbelfeld befindet sich der geheime private Schlüssel (Private Key). Dieser Schlüssel entscheidet darüber, wem die Kryptowährungen gehören. Die wichtigste Regel lautet deshalb: Wer den privaten Schlüssel besitzt, verfügt über die Kryptowährungen. Verlieren Sie die Karte, verlieren Sie auch den Zugriff auf Ihr Guthaben. Einen Kundenservice, der den Schlüssel wiederherstellen kann, gibt es nicht. Gelangt der Schlüssel in fremde Hände, können die Kryptowährungen sofort übertragen werden. Deshalb sollten Sie das Rubbelfeld erst freilegen, wenn Sie den Schlüssel tatsächlich benötigen. Dies schützt zwar nicht vor Diebstahl, allerdings schützt es die Karte vor unbemerktem Ausspähen. Solange das Feld unbeschädigt ist, kennt weder der Fabrikmitarbeiter bei der Herstellung noch der Kassierer im Markt noch ein Fremder den Code. Hohe Gebühren schmälern den Gegenwert Die einfache Handhabung hat ihren Preis. Wer eine Karte im Wert von 50 Euro kauft, erhält am Ende nicht Kryptowährungen im gleichen Wert. Beim Kauf fällt zunächst eine Aktivierungsgebühr für Händler und Logistik an. Hinzu kommt beim späteren Umtausch über Cryptonow eine Wechselgebühr von rund fünf bis acht Prozent. Außerdem verwendet der Anbieter häufig einen etwas ungünstigeren Wechselkurs beim Kauf. Nach Abzug aller Kosten sowie der Blockchain-Netzwerkgebühr entsprechen die gekauften Bitcoins oft nur noch einem Wert von rund 41 bis 44 Euro. Für Käuferinnen und Käufer bedeutet das einen unmittelbaren Wertverlust von etwa 12 bis 18 Prozent. Als unkompliziertes Geschenk kann sich die Karte dennoch eignen. Für den regelmäßigen Vermögensaufbau sind die hohen Kosten dagegen eher ein Nachteil. EU-Lizenz führt zu mehr Rechtssicherheit Cryptonow ist ein europäischer Anbieter für den Kauf von Kryptowährungen. Das Unternehmen erhielt im Oktober 2025 die Zulassung als regulierter Krypto-Dienstleister (Crypto Asset Service Provider) nach der europäischen MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets Regulation). Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) erteilte die Lizenz. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das mehr Rechtssicherheit beim Kauf und Einlösen der Gutscheinkarten im EU-Einzelhandel, etwa bei MediaMarkt und Saturn in Deutschland.