DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Medikament wegen Kosten zurückgehalten

Gesundheit

Startseite Panorama „Es ist wirklich erschreckend“: Alzheimer-Medikament wegen Kostendebatte zurückgehalten Uns auf Google folgen Ein neues Alzheimer-Medikament könnte den Krankheitsverlauf um 35 Prozent bremsen – doch in Großbritannien verhindert eine Kostendebatte den Zugang für Patienten. London – Britische Gesundheitsbehörden drängen darauf, die ersten Medikamente zur Verlangsamung von Alzheimer im britischen Nationalen Gesundheitssystem NHS anzubieten. Nun hat NICE angekündigt, die Veröffentlichung seiner endgültigen Leitlinien zu dem neuen Medikament zu verschieben, um den Herstellern kommerzielle Gespräche mit NHS England zu ermöglichen. Content-Partnerschaft Dieser Artikel von Laura Donnelly entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk. Eine solche Vereinbarung könnte es Patienten erlauben, die Arzneimittel im Rahmen der staatlichen Gesundheitsversorgung NHS zu erhalten. Voraussetzung ist, dass ein Preis gefunden wird, den die Behörde als kosteneffektiv einstuft. Großbritannien war 2024 das erste Land in Europa, das die Medikamente Lecanemab und Donanemab zugelassen hat, nachdem Studien ergeben hatten, dass sie den Abbau bei früher Alzheimer-Krankheit um bis zu 35 Prozent verlangsamen. Hinweis der Redaktion von IPPEN.MEDIA: Sowohl Lecanemab als auch Donanemab sind in der EU zugelassen. In Deutschland sind die Medikamente seit Herbst 2025 erhältlich. Die Hoffnung auf eine rasche Einführung im NHS wurde jedoch umgehend zunichtegemacht, als NICE 2025 zu dem Schluss kam, dass die Behandlungen kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Laut den Recherchen von The Telegraph besagte die ursprüngliche Bewertung von NICE offenbar, dass eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs die Lebensqualität derjenigen, die Menschen mit Demenz pflegen, kaum verbessern würde. „Widerspricht dem Menschenverstand“: Streit über die Einstufung des Alzheimer-Medikaments Die Berechnungen legten nahe, dass die Lebensqualität unbezahlter pflegender Angehöriger um etwa 4 Prozent sinkt, wenn sich eine leichte kognitive Beeinträchtigung zu einer schweren Demenz entwickelt. Wohltätigkeitsorganisationen, Kliniker und Hersteller argumentieren, dies unterschätze die Belastung für Familien dramatisch. Die Hersteller haben wiederholt Berufung gegen die Entscheidung von NICE eingelegt, und ein unabhängiges Beschwerdegremium stellte Mängel bei der Durchführung der Bewertung fest. Die Bewertung nutzte Gesundheitsnutzenwerte auf einer Skala von null bis eins, wobei eins für vollständige Gesundheit steht. Der Unterschied zwischen der Betreuung einer Person mit leichter kognitiver Beeinträchtigung und schwerer Alzheimer-Krankheit wurde mit lediglich 0,04 angesetzt – was auf einen Einbruch der Lebensqualität von 4 Prozent hindeutet. Dr. Nick Fox, Direktor des Dementia Research Centre am UCL Queen Square, sagte: „Es ist wirklich erschreckend. Wenn man sich die Realität des Lebens als Ehefrau, Ehemann oder Partner einer Person mit schwerer Demenz vor Augen führt, widersprach dies eindeutig dem gesunden Menschenverstand.“ Der Ausschuss hat nach Informationen des Telegraph nun beschlossen, diese Schätzungen nach oben zu korrigieren. Allerdings werden diese Anpassungen durch andere Änderungen in den Annahmen des Modells konterkariert, unter anderem durch die Senkung der durchschnittlichen Zahl unbezahlter pflegender Angehöriger pro Patient von 1,8 auf eins. Dr. Fox sagte, dies sei für viele Familien „weit entfernt von der Realität“. Ein weiterer großer Streitpunkt betrifft die Kosten für die Verabreichung der Medikamente. Die Hersteller argumentieren, die Schätzungen von NHS England lägen bis zu sechsmal höher als ihre eigenen Kostenannahmen und verschlechterten die Kosteneffektivität der Medikamente erheblich. Nach Abschluss des Berufungsverfahrens hat NICE NHS England und die Arzneimittelhersteller nun gebeten, die neuesten Annahmen zu prüfen und über Preise zu verhandeln. NICE ermöglicht Preisverhandlungen für Alzheimer-Medikamente Jegliche Vereinbarung zwischen NHS England und den Unternehmen müsste von NICE weiterhin als kosteneffektiv eingestuft werden, bevor eine Einführung genehmigt wird. In Schreiben, die NICE am Mittwoch verschickt hat, heißt es, beide Hersteller würden nun „prüfen, ob sie in kommerzielle Gespräche mit NHS England eintreten möchten“. Weiter heißt es: „Falls dies geschieht, wird NICE die Veröffentlichung des Leitliniendokuments aussetzen, um dies zu ermöglichen“, mit der Hoffnung auf Fortschritte bis Ende dieses Monats. Eisai, der Hersteller von Lecanemab, hat soeben in den USA die Zulassung für eine selbst verabreichte Version der Behandlung erhalten, die es Patienten ermöglicht, wöchentliche Injektionen zu Hause zu erhalten, statt alle zwei Wochen Infusionen im Krankenhaus. Britische Aufsichtsbehörden werden voraussichtlich später in diesem Jahr entscheiden, ob sie diese Version genehmigen, die die Kosten erheblich senken könnte. Selbst injizierbare neue Version von Alzheimer-Medikament könnte Kosten deutlich senken Ein Sprecher von Eisai sagte: „Eisai unterstützt die Suche nach innovativen Wegen, um geeigneten Patienten den Zugang zu Lecanemab über den NHS in England zu ermöglichen, und wäre offen für eine Zusammenarbeit mit potenziellen Partnern.“ Er sagte, das Unternehmen habe Bedenken hinsichtlich der Art und Weise geäußert, wie NICE die Infusionskosten und die Auswirkungen auf unbezahlte pflegende Angehörige bewertet habe, und erklärte, diese Punkte hätten „das Gleichgewicht stark in Richtung Kosten und weg von den Behandlungsvorteilen“ in der vorherigen Entwurfsentscheidung verschoben. Eli Lilly, der Hersteller der monatlichen Infusion Donanemab, erklärte, man sei „im Dialog mit NICE nach der Ausschusssitzung und prüfe alle Optionen“. Ein Sprecher sagte: „Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass geeignete Menschen mit Alzheimer-Krankheit Zugang zu zugelassenen Therapien im NHS erhalten können.“ Bei der Zulassung der Alzheimer-Medikamente kamen britische Aufsichtsbehörden zu dem Schluss, dass sie den Krankheitsfortschritt bei Menschen mit früher Alzheimer-Krankheit um 27 bis 35 Prozent verlangsamen. Weitere in dieser Woche vorgelegte Daten deuten auf größere langfristige Vorteile hin, kamen aber zu spät, um in die jüngste Bewertung von NICE einzugehen. Alzheimer-Experte: Bewertung muss Belastung durch die Alzheimer-Krankheit widerspiegeln David Thomas, Leiter für Politik und Öffentlichkeitsarbeit bei Alzheimer’s Research UK, sagte: „Es ist entscheidend, dass die Unternehmen, NICE und die Regierung weiter miteinander sprechen, um eine praktische Lösung zu finden, die krankheitsmodifizierende Behandlungen für Alzheimer für die Menschen verfügbar macht, die sie in England benötigen. Die zugelassenen Behandlungen haben gezeigt, dass sie die Alzheimer-Krankheit verlangsamen, und sich abzeichnende internationale Evidenz weist auf anhaltende Vorteile für einige Patienten hin.“ „Jüngste Entwicklungen, darunter die Zulassung einer injizierbaren Version in den USA, zeigen auch, wie schnell sich dieses Feld entwickelt und warum Bewertungsmethoden Schritt halten müssen. Jede Entscheidung über den Zugang muss die gesamte Belastung durch die Alzheimer-Krankheit widerspiegeln, einschließlich der Auswirkungen auf unbezahlte pflegende Angehörige, statt sich nur auf die Kosten für das Gesundheitssystem zu konzentrieren.“ Ein Sprecher von NICE sagte: „Wir können bestätigen, dass die Unternehmen prüfen, ob sie in kommerzielle Gespräche mit NHS England eintreten möchten.“ Ein Sprecher von NHS England sagte: „Beide Hersteller von Donanemab und Lecanemab, Eli Lilly und Eisai, sind von NICE gefragt worden, ob sie das Angebot annehmen, in kommerzielle Verhandlungen mit NHS England einzutreten, wodurch sie die Möglichkeit erhalten, einen fairen Preis vorzuschlagen, der den Zugang von NHS-Patienten ermöglichen könnte. Sollte eines oder beide Unternehmen zustimmen, in kommerzielle Gespräche einzutreten, werden wir eng mit ihnen zusammenarbeiten, um alle möglichen Optionen zu prüfen, die im besten Interesse von Menschen mit früher Alzheimer-Krankheit und der Steuerzahler sind.“

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