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Medwedew legt gegen Westen nach

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„Der einzige Sieger wird Russland sein“: Medwedew legt gegen Westen nach

Von: Florian Stickel

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Medwedew droht der NATO mit Russlands Macht und attackiert westliche Politiker.

Moskau – Dmitri Medwedew verschärft seine Angriffe auf die NATO und den Westen. Der frühere russische Präsident bezeichnet das westliche Militärbündnis als Bedrohung für Russland und warnt vor den Folgen einer weiteren Konfrontation.

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Medwedew äußerte sich anlässlich des Jahrestags der russischen Anerkennung Südossetiens und Abchasiens. Am 26. August 2008 hatte er als damaliger Präsident Russlands erklärt, das Land erkenne die Unabhängigkeit der beiden von Georgien abtrünnigen Regionen an. In dem Gespräch mit Juschnaja Osetija („Südossetien“) sprach Medwedew über das Verhältnis Moskaus zum Westen.

Besonders scharf attackiert Medwedew die NATO. Das Bündnis sei Russland gegenüber feindlich eingestellt und werde immer weiter erweitert. Dabei verwies er auf Pläne, auch Georgien oder die Ukraine aufzunehmen.

Medwedew nennt NATO „existenzielle Bedrohung“

Tatsächlich streben sowohl die Ukraine als auch Georgien eine NATO-Mitgliedschaft an. Das Bündnis stellte beiden Ländern 2008 einen späteren Beitritt in Aussicht. Einen konkreten Termin gibt es bis heute aber nicht.

Für Russland entstehe daraus eine „existenzielle Bedrohung“, erklärte Medwedew. Moskau brauche Garantien, dass andere Staaten Russland nicht angreifen und feindliche Aktionen gegen das Land beendet würden. Zugleich warf er westlichen Staaten vor, trotz russischer Argumente an ihrer bisherigen Linie festzuhalten und mit zweierlei Maß zu messen.

Als Beispiel führte Medwedew die Anerkennung des Kosovo an. Der Westen habe dessen Unabhängigkeit akzeptiert, während Südossetien und Abchasien nicht anerkannt würden, so der frühere Präsident in dem Interview.

Dann folgt seine deutlichste Warnung. Russland könne aggressive Pläne seiner Gegner nicht ignorieren. „Wenn jemand glaubt, uns vernichten zu können, wird er die Folgen solcher Absichten für sich selbst vollständig begreifen müssen“, sagte Medwedew. Russland werde „mit seiner ganzen Macht“ reagieren. „Und der einzige Sieger wird Russland sein.“

„Mit Russland sollte man keinen Krieg führen“

An anderer Stelle formuliert Medwedew seine Warnung noch grundsätzlicher. Die wichtigste Lehre für den Westen müsse sein, dass man keinen Krieg gegen Russland führen solle. In der Geschichte habe es zahlreiche entsprechende Versuche gegeben.

Diese seien nach seiner Darstellung immer gleich ausgegangen: mit einem Sieg Russlands und der Flucht der Angreifer. Auch nationale Konflikte dürften nicht angeheizt werden, erklärte Medwedew. Dies habe schwere und teilweise nicht wiedergutzumachende Folgen für diejenigen, die solche Konflikte provozierten.

Medwedew attackiert heutige westliche Politiker

Der Politiker erinnerte zudem an die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen nach dem Krieg mit Georgien 2008. Damals hätten westliche Regierungen die neue Lage schließlich akzeptiert, sagte er laut Juschnaja Osetija. Internationale Sicherheit, Abrüstung und der Kampf gegen Terrorismus seien ohne Russland nicht möglich gewesen.

In der Folge seien die Beziehungen zur Europäischen Union und zu den USA wieder ausgebaut worden. Selbst seine persönlichen Kontakte zum damaligen US-Präsidenten George W. Bush seien nach August 2008 nicht abgebrochen.

Für die heutige Lage macht Medwedew einen politischen Generationenwechsel verantwortlich. Die damaligen pragmatischen westlichen Politiker seien verschwunden und durch „moralisch arme Menschen“ ersetzt worden, sagte er.

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