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Megadeal für FC Bayern? Gerüchte um deutschen Großkonzern und 250 Millionen Euro

Allgemein

Beim FC Bayern München zeichnet sich laut Medienberichten offenbar ein millionenschwerer Anteilsverkauf ab. Der Rekordmeister soll die verbliebenen fünf Prozent seiner Fußball-AG an Viessmann abgeben wollen. Im Raum steht ein Kaufpreis von rund 250 Millionen Euro. Der FC Bayern München steht offenbar vor einer weitreichenden wirtschaftlichen Entscheidung. Nach Informationen von „Absolut Bayern“, über die zunächst tz und Münchner Merkur berichteten, soll das Präsidium um Präsident Herbert Hainer beschlossen haben, die bislang noch nicht an externe Anteilseigner vergebenen fünf Prozent der FC Bayern München AG an Viessmann (bekannt aus dem Heizungs- und Klimatechnikgeschäft) zu verkaufen. Als Kaufpreis werden rund 250 Millionen Euro genannt. Inzwischen berichten mehrere Medien, darunter „Bild“ und „Focus Online“, über die Pläne. Der Deal wäre einer der größten Anteilsverkäufe in der Geschichte des deutschen Rekordmeisters. Bislang hält der FC Bayern München e.V. 75 Prozent der Aktien an der ausgegliederten Fußball-AG. Jeweils 8,33 Prozent liegen bei Adidas, Audi und Allianz. Diese Beteiligungsverhältnisse weist der Verein auch aktuell auf seiner offiziellen Internetseite aus. Sollte der Verkauf an Viessmann wie berichtet vollzogen werden, würde der Anteil des Muttervereins auf 70 Prozent sinken. Zustimmung der Mitglieder offenbar nicht erforderlich Für den Verkauf der fünf Prozent wäre nach den Berichten keine gesonderte Zustimmung der Vereinsmitglieder notwendig. Bei der Jahreshauptversammlung 2021 hatte ein Mitglied beantragt, dauerhaft mindestens 75 Prozent der Anteile beim Verein zu belassen. Der Antrag erhielt jedoch nicht die erforderliche Mehrheit. Damit kann der FC Bayern nach Darstellung von tz und Münchner Merkur die noch verfügbaren fünf Prozent veräußern, ohne zuvor ein neues Mitgliedervotum einzuholen. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte die Möglichkeit eines solchen Schrittes bereits im vergangenen Jahr öffentlich angesprochen. Auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte deutlich gemacht, dass bei einem möglichen neuen Anteilseigner nicht allein der Kaufpreis entscheidend sein solle. Vielmehr müsse ein Investor strategisch zum FC Bayern passen und die Werte und langfristigen Interessen des Vereins teilen. Viessmann bereits seit Jahren Partner des FC Bayern Mit Viessmann würde dabei kein völlig neuer Partner beim FC Bayern einsteigen. Die Zusammenarbeit reicht bis ins Jahr 2018 zurück und wurde in den vergangenen Jahren schrittweise ausgebaut. Erst im Februar 2026 verlängerten der FC Bayern und Viessmann Climate Solutions ihre internationale Partnerschaft vorzeitig bis 2029. Das Unternehmen unterstützt den Verein unter anderem bei seiner Klimastrategie; in der Allianz Arena kommen beispielsweise Viessmann-Wärmepumpen zum Einsatz. Auch auf persönlicher Ebene bestehen bereits enge Verbindungen: Max Viessmann, CEO der Viessmann Generations Group, gehört dem Verwaltungsbeirat des FC Bayern an. Nach den Berichten soll Viessmann im Zuge des möglichen Anteilskaufs zudem vom bisherigen Platin- zum Hauptpartner des Vereins aufsteigen. Offiziell bestätigt ist der Anteilsverkauf bislang allerdings nicht. Auf eine Anfrage von „Bild“ wollte sich der FC Bayern zu dem möglichen Geschäft nicht äußern. Entsprechend ist der Deal zum jetzigen Zeitpunkt als Medienbericht zu bewerten. Sollte er zustande kommen, hätte der FC Bayern die bislang für einen Verkauf vorgesehenen 30 Prozent seiner AG-Anteile vollständig ausgeschöpft – und würde dafür einen dreistelligen Millionenbetrag einnehmen. nb

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