Mehr als 100 Verletzte in Freizeitpark: „Katastrophale Hirnschäden“ durch diese Achterbahn
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Valencia (Kalifornien) – Die meisten Fahrgäste hatten nur einen ultimativen Adrenalin-Kick im Sinn, als sie in die Achterbahn stiegen. Doch für zahlreiche Besucher wurde die Fahrt zum Albtraum. Es gibt mehr als 100 Verletzte. Es geht vor allem um schwere Hirnschäden. Zwei Menschen starben sogar.
Jetzt erreicht der Skandal um die Achterbahn X2 im Freizeitpark Six Flags Magic Mountain (USA) eine neue Dimension: Die Kanzlei Dordick Law Corporation hat drei Klagen wegen „katastrophaler Hirnschäden“ eingereicht. Nach Angaben der Anwälte vertreten sie sogar inzwischen mehr als 100 weitere Menschen, die ebenfalls nach Fahrten mit der X2 traumatische Verletzungen erlitten haben wollen. Weitere Klagen sollen folgen.
So schwer wurden die Menschen verletzt
Zu den Klägern gehört die 40-jährige Pamela Guillen aus Hawaii. Sie fuhr in dem Freizeitpark am 5. Juli 2026 mit ihrer Tochter auf der X2. Laut den Anwälten verlor sie nach der Fahrt das Bewusstsein und musste notoperiert werden. Sie erwachte erst zwei Wochen später aus einem künstlichen Koma. Anschließend musste sie das Gehen und Sprechen neu lernen.
Nur sechs Tage später erlitt die damals 25-jährige Naomi Greer-Wilkinson ebenfalls schwerste Hirnverletzungen. Sie ist auf Beatmung angewiesen und kann weder sprechen noch ihre Gliedmaßen gezielt bewegen.
Auch der Anwalt Michael Wilk aus Los Angeles gehört zu den Klägern. Er gibt an, nach einer Fahrt im Februar 2026 massive Hirnblutungen erlitten zu haben. Mehrere Operationen seien nötig gewesen. Gegenüber CNN schilderte er die Folgen drastisch: „Mein Gehirn hat Schwierigkeiten, Wörter zu verarbeiten, und wenn es nicht außergewöhnlich deutlich und laut ist, verstehe ich sie falsch.“
Laut dem Sender soll es auch mindestens zwei Todesfälle durch die Achterbahn gegeben haben. Demnach starb 2010 die alleinerziehende Mutter Hilda Farias nach einer Fahrt. 2022 kam Christopher Hawley (22) Stunden nach dem Ritt auf der X2 durch eine Hirnblutung ums Leben.
Was die Achterbahn so gefährlich macht
Die spektakuläre X2 wurde 2002 eröffnet und 2008 umgebaut. Besonderheit: Die Sitze drehen sich unabhängig von der Schiene um 360 Grad. Fahrgäste hängen teilweise kopfüber oder stürzen rückwärts nahezu senkrecht 65 Meter in die Tiefe. Höchstgeschwindigkeit: bis zu 122 km/h. Seit Mitte Juli ist die Achterbahn nun aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Anwalt Christopher Bulone wirft den Betreibern schwere Versäumnisse vor: „Six Flags hat bewusst mit Menschenleben gespielt. Eine solche Bahn dürfte es nicht geben.“ Laut der Kläger sei die Achterbahn trotz Warnungen, Verletzungen und früherer Vorfälle jahrelang weiter betrieben worden.