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Mehr als 5000 Ebolafälle im Kongo - tödlichster Ausbruch in der Geschichte des Landes

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 19.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Gefährliches Virus Mehr als 5000 Ebolafälle im Kongo – tödlichster Ausbruch in der Geschichte des Landes

Die WHO zählt mehr als 2300 Tote bei dem Ebolaausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein. Laut Chef Tedros breitet sich die Krankheit schneller aus denn je.

19.08.2026, 10.48 Uhr

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Es gibt immer mehr Ebolafälle in der Demokratischen Republik Kongo: Seit Mai sind 5021 Menschen nachweislich an der hochansteckenden Infektionskrankheit erkrankt, teilt das Regionalbüro Afrika der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Bisher sind 2378 Patientinnen und Patienten an der Krankheit gestorben – das entspricht einer Sterbefallquote von 47,4 Prozent. Damit ist dieser Ebolaausbruch der tödlichste in der Geschichte des Landes.

Der Ausbruch war Mitte Mai bekannt gegeben worden – es ist der 17. Ebolaausbruch in dem Land. Laut kongolesischen Gesundheitsbehörden gelten mehr als 1000 Patienten als genesen.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sieht die derzeitige Epidemie lange nicht unter Kontrolle. »Dies ist nun der zweitgrößte jemals verzeichnete Ebolaausbruch, und er breitet sich schneller aus als jeder vorherige«, sagte er.

Laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC könnte die Zahl der tatsächlichen Fälle noch höher sein: Studien deuten darauf hin, dass der Ausbruch bereits im Februar begonnen haben könnte, betonte Jean Kaseya, Direktor der Behörde. Hinzu kommt: Fast zwei Drittel der bestätigten Ebola-Todesfälle werden nicht in Krankenhäusern und Isolierstationen verzeichnet, sondern kommen aus den Dörfern und Gemeinden. Solange Erkrankte mit Symptomen nicht isoliert sind, können sie durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Schweiß oder Speichel etwa beim Waschen eines Patienten oder beim Essen die Krankheit übertragen.

WHO fürchtet nie da gewesene Ausmaße

Ebolafieber ist lebensbedrohlich. Es löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Angesichts der Schwere des Ausbruchs soll zudem abgeklärt werden, ob der Erreger womöglich mutiert ist.

Auch die Weltgesundheitsorganisation fürchtet, dass der aktuelle Ausbruch im Kongo noch nie da gewesene Ausmaße annehmen könnte. Schon jetzt ist die Zahl der Krankheitsfälle und Toten um ein Mehrfaches höher als während des bisher schwersten Ausbruchs in Westafrika im vergleichbaren Zeitraum der ersten drei Monate.

Alle 30 Minuten stirbt im Kongo ein Mensch an Ebola, nie zuvor hat sich das Virus so schnell ausgebreitet. Es ist den Ärzten weit voraus, die in dem Kriegsgebiet auch noch bedroht werden. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Analyse.

atr/dpa

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