DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold -0,04 % 4.098,60 USD 22:59:54 Silber -1,77 % 57,78 USD 22:59:48 Brent +1,22 % 90,12 USD 20:28:19 WTI +3,84 % 86,80 USD 22:59:59 Bitcoin +0,11 % 62.890,08 USD 03:19:44 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:22 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:22 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:22 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:22

Mehr als drei Millionen Arbeitslose - Anstieg um 71.000 binnen eines Monats

Nation

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli über die Marke von drei Millionen gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren 3.007.000 Menschen ohne Beschäftigung. Das waren 71.000 mehr als im Juni und 28.000 mehr als im Juli des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich binnen eines Monats von 6,2 auf 6,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 6,3 Prozent gelegen. Auch die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Zahl stieg gegenüber Juni um 6.000. Damit lässt sich die Entwicklung nicht allein mit den üblichen Schwankungen während der Sommermonate erklären. „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen vor allem aus jahreszeitlichen Gründen im Juli spürbar zu“, sagte BA-Vorstand Daniel Terzenbach. Zugleich räumte er ein, dass sich die schwache Entwicklung der vergangenen Monate fortsetze. Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt verhalten. Im Juli waren bei der Bundesagentur 653.000 offene Stellen gemeldet. Das waren zwar 25.000 mehr als ein Jahr zuvor, angesichts von mehr als drei Millionen Arbeitslosen bleibt die Zahl jedoch niedrig. Von einer kräftigen Belebung des Arbeitsmarktes kann keine Rede sein. Besonders widersprüchlich ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Seit Oktober 2025 meldeten sich bei Arbeitsagenturen und Jobcentern 418.000 Bewerber um eine Berufsausbildungsstelle – 4.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis Juli konnten allerdings lediglich 126.000 Bewerber eine erfolgreiche Suche melden. Das waren 11.000 weniger als ein Jahr zuvor. Noch immer haben 147.000 junge Menschen weder einen Ausbildungsplatz noch eine Alternative gefunden. Gleichzeitig blieben 162.000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Bewerber und Betriebe finden immer seltener zusammen. Insgesamt wurden der Bundesagentur 437.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 35.000 weniger als im Juli 2025. Während Zehntausende Betriebe keinen geeigneten Nachwuchs finden, beginnen ebenso viele junge Menschen ohne berufliche Perspektive den Sommer – ein weiteres Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

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