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Mehr Schutz durch Videoüberwachung - ohne viele Aktenmeter

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Mehr Schutz durch Videoüberwachung – ohne viele Aktenmeter

Von: Christian Deutschländer

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Videoüberwachung kann Taten verhindern und die Tätersuche massiv erleichtern – und benötigt Nachjustierung. Ein Kommentar von Christian Deutschländer.

München – Es mag zynisch klingen, ist aber leider Realität: Wie viele Bahn-Mitarbeiter mussten angepöbelt, bespuckt, geschubst, getreten, verbal und mit Messern bedroht werden, ehe es einen Konsens gab für den Einsatz von Bodykameras?

Nun wird wieder die Debatte geführt, diesmal bezogen auf die 2700 Mitarbeiter an den Bahnhöfen. Natürlich sollen auch sie Kameras tragen dürfen, weil das ihrem Schutz dient, wenn es auch einige Übergriffe verhindert und klarmacht, dass Reaktion und Gegenreaktion festgehalten sind.

Neue Realität: Sicherheit muss Vorrang vor Datenschutz haben

Leider müssen wir die Diskussion über Kameras im öffentlichen Raum neu justieren. Zugunsten der Sicherheit und auch der Ordnung, moderat zulasten des Datenschutzes. Unsere Gesellschaft verändert sich. Rücksichtnahme und Gewaltschwelle sind gesunken, es gibt Tendenzen von Verrohung nicht nur in wenigen Scherbenvierteln.

Gleichzeitig wird immer mehr auf den Schultern von Polizei, Rettungs- und Hilfsdiensten abgeladen. Videoüberwachung, auch KI-gestützt, hilft dabei, Eskalationen früher zu erkennen, schneller Einsatzkräfte entsenden zu können und im Nachgang Täter zu fassen.

Vertrauen in die Lokalpolitik: Schnelle Lösungen für Videoüberwachung

Ebenso richtig ist der Plan der Staatsregierung, den Kommunen den Kamera-Einsatz zu erleichtern – ohne viele Aktenmeter und Monate Vorlauf. Problem-Plätze verlagern sich rascher. Das erlebt man nicht mehr nur in tristen Ecken in München oder in halb Berlin, sondern im Alltag jeder oberbayerischen Kreisstadt.

Den gewählten Politikern vor Ort darf man das Fingerspitzengefühl zutrauen beim Abwägen, wo und wann Videoüberwachung wirklich nötig ist. Sie kennen das Sicherheitsbedürfnis der Menschen vor Ort, die tatsächliche Lage und auch den Wunsch der Bürger, den Einsatz von Kameras im öffentlichen Raum zu begrenzen, am besten. Sie werden ja auch dann, wenn diese Balance verfehlt wird, unmittelbar dafür verantwortlich gemacht. (Christian Deutschländer)

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