Mehr Straftaten: Dresdner Postplatz wird zum neuen Brennpunkt
So hat sich die Gesamtzahl der gemeldeten Straftaten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 mit 132 auf 247 fast verdoppelt. Gerade Diebstähle fallen mit 115 Meldungen (1. Hj. 2024: 73) ins Gewicht. Auch gemeldete schwere Körperverletzungen sind von vier auf 15 gestiegen. Die Zahl der Tatverdächtigen kletterte ebenfalls von 107 auf 197. Dabei stieg die Zahl der deutschen Tatverdächtigen von 57 auf 87, während sich die Zahl der nicht deutschen Verdächtigen von 50 auf 110 mehr als verdoppelte. "Vor allem abends geht es zur Sache", erklärt Citywache-Koordinator Tom Gentzsch (37). Bedeutet: Während es im vergangenen Jahr zwischen 20 und 0.59 Uhr noch 38 Prozent der eingegangenen Delikte rund um Postplatz, Marien-, Wall- und Wilsdruffer Straße waren, sind es in diesem Jahr 54 Prozent. Dass die "Kriminalitätsbelastung am Postplatz überlastend hoch ist", bestätigt nicht nur der Citywache-Koordinator. Auch zu einer Info-Veranstaltung der Polizei eingeladene Anwohner und Ladenbesitzer sehen die Lage kritisch. "Unsere Bürotreppen müssen tagsüber zugänglich sein und hier sind immer wieder Wohnungslose, die dort übernachten. Leider finden wir dort immer mal wieder Spritzen, Urin oder Schlimmeres", erklärt Altmarkt-Galerie-Manager Christian Polkow (45). Gerade Mitarbeiterinnen, die spät Feierabend machen, klagen über ein abnehmendes Sicherheitsgefühl.