DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,50 % 62.754,53 Pkt 03:37:00 Gold +1,43 % 4.106,90 USD 03:41:59 Silber +1,34 % 58,37 USD 03:41:57 Brent 0,00 % 90,12 USD 20:28:19 WTI -5,04 % 80,40 USD 03:42:01 Bitcoin -0,62 % 63.105,21 USD 03:52:01 EUR/USD +0,10 % 1,15350 USD 03:51:55 EUR/GBP 0,00 % 0,85600 GBP 03:52:01 EUR/CHF +0,43 % 0,93270 CHF 03:52:02 EUR/JPY -2,34 % 180,260 JPY 03:52:02

Mehrere Rückrufaktionen von Tiefkühlbeeren: Beeren nie roh konsumieren

Wirtschaft

Derzeit häufen sich Rückrufe von tiefgefrorenen Beerenmischungen. In den letzten Wochen gab es wegen des Verdachts auf eine Belastung mit Hepatitis-A-Viren jeweils Warnungen für einen Beeren-Mix, der in Globus- und Rewe-Filialen auch im Saarland verkauft wurde. Aktuell ruft der Hersteller Jütro wegen einer möglichen Belastung mit Noroviren mehrere tiefgerorene Beerenmischungen zurück. Sie wurden unter verschiedenen Namen unter anderem im Saarland bei Lidl, Aldi und Netto verkauft. Wer ein betroffenes Produkt bei sich zuhause entdeckt, kann es ohne Vorlage eines Kassenbons zurückgeben und sich den Kaufpreis erstatten lassen. Tiefkühlbeeren nie roh konsumieren Grundsätzlich gilt bei Tiefkühlbeeren aber: Sie sollten niemals roh, beispielsweise im Joghurt oder verarbeitet als Smoothie, verzehrt werden. Davor warnen das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Verbraucherzentralen. Denn gerade tiefgefrorene Beeren seien besonders gefährdet, etwa mit Noroviren kontaminiert zu werden, so das BfR: Beeren können an verschiedenen Stellen ihrer Produktion mit Noroviren in Kontakt kommen, beispielsweise durch unsachgemäße Bewässerung oder Düngung. Weiterhin können mit Noroviren infizierte Personen das Virus während der Ernte oder Verpackung auf die Beeren übertragen. Bei tiefgefrorenen Beeren können darüber hinaus Noroviren über verunreinigtes Wasser, das während des Gefrierprozesses zugegeben wird, in die Beeren gelangen. Noro- und Hepatitis-A-Viren können auf tiefgekühlten Beeren überleben – das Einfrieren tötet sie nicht ab. Werden belastete Tiefkühlbeeren aber mindestens zwei Minuten auf über 90 Grad erhitzt, werden die Viren inaktiviert. Das Infektionsrisiko sinkt dadurch deutlich. Verbraucherzentrale fordert Warnhinweis Verbraucherzentralen fordern deshalb im Rahmen der aktuellen Rückrufwelle Warnhinweise auf den Verpackungen. "Das Risiko ist seit Jahren bekannt. Trotzdem fehlt auf manchen Produkten weiterhin der eindeutige Hinweis, die Beeren vor dem Essen ausreichend zu erhitzen", so die Verbraucherzentrale Bayern. Sie kritisiert zudem, dass auf den Internetseiten der Hersteller auch Rezepte zu finden seien, in denen Tiefkühlbeeren ohne vorheriges Erhitzen verwendet werden, etwa für Smoothies. Das sende widersprüchliche Signale und könne vermeidbare Gesundheitsrisiken verursachen. Denn vor allem für Kinder, Schwangere sowie Ältere und Kranke stellten Noro- und Hepatis-A-Viren ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Eine Alternative zu tiefgekühlten Beeren sind nach Angaben der Verbraucherzentrale tiefgekühlte Früchte aus dem eigenen Garten oder gut gewaschenes, abgetropftes und selbst eingefrorenes Obst aus der Saison und der Region. Noroviren lösen plötzlichen Durchfall und schwallartiges Erbrechen aus Eine durch Noroviren ausgelöste Erkrankung bricht oftmals nur wenige Stunden nach der Ansteckung aus. Sie beginnt laut dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit meist mit plötzlichem Durchfall und schwallartigen Erbrechen und einem starken Krankheitsgefühl. In der Regel klingen die Beschwerden aber nach ein bis zwei Tagen wieder vollständig ab. Vor allem Kleinkinder, Schwangere und geschwächte Personen sollten ärztlich behandelt werden, insbesondere wenn der Durchfall länger anhält oder sogar noch Fieber hinzukommt. Was ist Hepatitis A? Eine Hepatitis-A-Erkrankung äußert sich innerhalb von 15 bis 50 Tagen nach Infektion mit dem Hepatitis-A-Virus, häufig zunächst mit Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen, allgemeinem Krankheitsgefühl und gelegentlich erhöhter Temperatur. Es kann zu einer Gelbsucht mit Gelbfärbung von Haut und Bindehaut, dunklem Urin, entfärbtem Stuhl und starkem Juckreiz der Haut kommen. Die Beschwerden bleiben in der Regel wenige Tage bis mehrere Wochen bestehen. Insbesondere bei älteren Menschen und solchen mit Vorerkrankungen der Leber können schwerere Krankheitsverläufe auftreten. Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten am 2.8.2026 berichtet.

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