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Mehrere Tote durch russische Angriffe auf Saporischschja

Welt

Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine mindestens 20 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien drei Minderjährige, 18 Menschen seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz mit.

Die Zahl der Opfer könnte aber noch steigen, denn die Such- und Rettungsarbeiten dauern an.

Nach Angaben der örtlichen Polizei hatte Russland am frühen Samstagmorgen in der Stadt Saporischschja Wohngebiete mit fünf Lenkbomben angegriffen. Mindestens zwei Wohnhäuser seien getroffen und beschädigt worden.

Die Region Saporischschja liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Die Region und die gleichnamige Stadt sind immer wieder Ziel von Angriffen.

Teile von Kiew und umliegender Region erneut ohne Strom

Insgesamt seien in der Nacht 13 ukrainische Regionen attackiert und Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen beschädigt worden, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. So wurde unter anderem auch die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurde nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko unter anderem ein Restaurant getroffen. Sechs Menschen seien verletzt worden, fünf von ihnen ins Krankenhaus gebracht worden, schrieb er auf der Plattform Telegram.

Weil Energie-Infrastruktur beschädigt worden sei, gebe es außerdem Probleme bei der Wasserversorgung. Der staatliche Stromnetzbetreiber Ukrenergo teilte mit, dass ein Großteil der Verbraucher in der Hauptstadt und ihrem Umland infolge russischer Drohnenangriffe ohne Strom sei. Auch der Stromversorger DTEK schrieb bei Telegram von großflächigen Notabschaltungen.

Auch Russland meldet massive Drohnenangriffe

Das ukrainische Militär soll in der Nacht russisches Gebiet mit mindestens 560 Drohnen attackiert haben, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. In der Stadt Asow seien zwei Schiffe beschädigt worden.

Auch die südrussische Region Rostow soll Ziel der Attacken gewesen sein, wie der dortige Gouverneur Juri Sljussar bei Telegram mitteilte. Durch die Angriffe seien mehrere Brände ausgebrochen und mehrere Wohnhäuser sowie eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden.

Beratungen über Ukraine-Krieg in Miami

Während die gegenseitigen Angriffe von Russland und der Ukraine weitergehen, sollten in der US-Metropole Miami die Beratungen über weitere mögliche Unterstützung für die Ukraine den zweiten Tag in Folge fortgesetzt werden. Von US-amerikanischer Seite nehmen der Sondergesandte Steve Witkoff, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sowie Vertreter des Nationalen Sicherheitsrats und des Finanzministeriums an den Gesprächen teil. Auch eine europäische Delegation war nach Miami gereist.

Die ersten Beratungen am Freitag bezeichnete Witkoff nach deren Ende beim Kurznachrichtendienst X als konstruktiv. Unter anderem sei über Maßnahmen gesprochen worden, um die Ukraine für den bevorstehenden Winter zu wappnen, etwa die Stärkung der Energieinfrastruktur, die das russische Militär immer wieder attackiert.

Selenskyj kritisiert russische Diesellieferungen

Derweil stößt die Bekanntmachung von US-Präsident Donald Trump über eine russische Diesellieferung beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf scharfe Kritik. Trump teilte mit, er habe mit Kremlchef Wladimir Putin einen Deal vereinbart, der vorsieht, dass Russland mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung stellt. Selenskyj warf der US-Regierung vor, damit in den russischen Krieg zu investieren und Moskau zu ermöglichen, diesen weiter fortzuführen.

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