Meloni kündigt Burka-Verbot an Schulen an
Italiens Regierungschefin kündigt bei einem Jugendtreffen ihrer Partei Änderungen an Schulen an. Ihre Forderungen betreffen vor allem Familien mit Migrationshintergrund.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni plant ein Verbot von Burka und Niqab an Schulen. Zudem soll nach ihrem Willen der Anteil ausländischer Kinder je Schulklasse gesetzlich begrenzt werden, wie Meloni bei einer Veranstaltung der Jugendorganisation ihrer Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) ankündigte. Demnach soll der Ministerrat bald über die Vorschläge beraten.
Meloni kündigt Burka-Verbot an Schulen an – und will Ausländeranteil begrenzen
"Zur Schule geht man mit unverhülltem Gesicht. Und in Italien kann niemand im Namen einer echten oder vermeintlichen Tradition entscheiden, dass eine junge Frau sich verschleiern muss", sagte Meloni vor ihren Anhängern.
Eine Obergrenze ausländischer Schülerinnen und Schüler je Klasse soll nach Melonis Ansicht eine Integration beschleunigen. "Wenn es in einer Klasse nur ein einziges Kind gibt, das kein Italienisch versteht, wird dieses Kind wahrscheinlich gemeinsam mit seinen Mitschülern und Lehrern die Sprache lernen und sich schnell integrieren können."
Obergrenze für ausländische Schüler
"Es kann nicht sein, dass sich in einer italienischen Klasse italienische Kinder in eine Ecke gedrängt fühlen, weil sie zur Minderheit geworden sind. Das geht nicht." Zudem will Meloni auch Eltern von Schülern mit Integrationsproblemen dazu verpflichten, Italienisch zu lernen.
In Italien kommen wegen der Lage des Landes am Mittelmeer sowie seiner Nähe zu Afrika und dem Nahen Osten besonders viele Migranten an.
Meloni vor Wahlen unter Druck
Meloni führt Italiens Regierung so lange ununterbrochen an wie kein anderer italienischer Ministerpräsident seit Kriegsende. Die 49-Jährige hatte mit dem Versprechen eines harten Kurses gegen Migranten erfolgreich Wahlkampf gemacht.
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Im kommenden Jahr wird in Italien wieder gewählt. In den Umfragen liegt Meloni mit ihren Fratelli zwar vor allen anderen Parteien. In den vergangenen Wochen geriet ihre rechte Koalition jedoch zunehmend durch die neue Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) des Ex-Generals Roberto Vannacci unter Druck. Vannaccis Partei steht noch weiter rechts und verlangt ein noch härteres Vorgehen gegen Migration. (dpa/bearbeitet von mt)