Menschen, die auch nach dem 60. Lebensjahr glücklich und ausgeglichen sind, haben in der Regel diese fünf Gewohnheiten verinnerlicht
Mit zunehmendem Alter verändern sich oft die Prioritäten. Was früher dringend, wichtig oder unverzichtbar erschien, verliert später an Gewicht. US-Psychiater Loren A. Olson legt nahe, dass dauerhafte Zufriedenheit weniger aus äußeren Erfolgen entsteht als aus einer inneren Haltung, wie sie viele ältere Menschen im Laufe ihres Lebens entwickeln. Das berichtet die französische Online-Zeitung „Psychologies“. Wer lernt, mit mehr Gelassenheit, Dankbarkeit und Sinnorientierung auf das Leben zu blicken, könnte dem Glück ein gutes Stück näher kommen. 1. Dankbarkeit bewusst wahrnehmen Aus Sicht von Olson ist Dankbarkeit eine entscheidende Grundlage für ein zufriedeneres Leben. Viele ältere Menschen hätten im Laufe der Zeit gelernt, den Blick stärker auf das zu richten, was bereits da ist, anstatt sich vor allem mit dem zu beschäftigen, was fehlt. Gerade diese bewusste Wertschätzung der kleinen Dinge könne das persönliche Wohlbefinden nachhaltig stärken. Olson hält es deshalb für sinnvoll, Dankbarkeit aktiv zu üben, indem man schöne Momente festhält oder regelmäßig notiert, wofür man dankbar ist. Schon ein einfaches Dankbarkeitstagebuch könne helfen, den Fokus zu verändern und alltägliche Erlebnisse wieder bewusster wahrzunehmen. 2. Im Hier und Jetzt leben Ein weiterer wichtiger Punkt ist für Olson die Fähigkeit, den gegenwärtigen Moment wirklich zu erleben. Ältere Menschen hätten häufig gelernt, sich weniger stark in Gedanken über Vergangenes oder Zukünftiges zu verlieren. Stattdessen liege ihre Stärke oft darin, das wahrzunehmen, was gerade ist. ANZEIGE ANZEIGE Genau darin sieht der Psychiater einen Schlüssel zu mehr innerer Ruhe. Wer sich stärker auf das Hier und Jetzt konzentriert, könne sich von unnötigem mentalen Ballast lösen. Achtsamkeitsübungen, bewusste Pausen oder kleine Routinen im Alltag könnten dabei helfen, diese Haltung Schritt für Schritt einzunehmen. 3. Beziehungen pflegen Für Olson gehören enge soziale Bindungen zu den wichtigsten Quellen von Glück und Stabilität. Ältere Menschen wüssten oft sehr genau, welchen Wert Freundschaften, Familie und verlässliche Beziehungen haben. Sie investierten bewusst Zeit in ihr Umfeld. Diese Haltung könne auch für jüngere Menschen wichtig sein. Olson zufolge lohnt es sich, Beziehungen nicht nur nebenbei laufen zu lassen, sondern ihnen aktiv Raum zu geben. 4. Offen für Veränderungen bleiben Das Leben ist ständig in Bewegung und genau darin liegt für viele Menschen eine Herausforderung. Olson betont, dass ältere Menschen Veränderungen oft mit größerer Gelassenheit begegnen, weil sie im Laufe ihres Lebens erfahren haben, dass Wandel unvermeidlich ist. Statt sich ausschließlich gegen Neues zu wehren, entwickelten viele die Fähigkeit, sich anzupassen und auch in Umbrüchen noch Möglichkeiten zu erkennen. 5. Bedeutung im Alltag finden Ein weiterer Gedanke, den Olson hervorhebt, ist die Suche nach einem Sinn. Viele ältere Menschen orientierten sich weniger an Status, Leistung oder äußerer Anerkennung als an der Frage, was ihrem Leben wirklich Bedeutung verleiht. Erfüllung entstehe oft dort, wo Handlungen mit den eigenen Werten im Einklang stehen. Olson zufolge kann es deshalb hilfreich sein, sich immer wieder zu fragen, was einem persönlich wichtig ist und wie sich diese Werte konkret leben lassen.