Mercedes-Benz: 33.000 Beschäftigte demonstrieren gegen Sparpläne bei Mercedes-Benz
Mehr als 33.000 Beschäftigte von Mercedes-Benz haben gegen die Sparpläne des Konzerns protestiert. Die Beschäftigten demonstrierten »gegen eine unbezahlte Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Stunden, Einschnitte bei tariflichen Leistungen, überzogene Dividenden und einen Kürzungskurs des Konzerns auf dem Rücken der Belegschaft«, teilte die IG Metall mit. Gemeinsam mit dem Betriebsrat forderte die Gewerkschaft sichere Arbeitsplätze, Perspektiven für die Standorte sowie unangetastete tarifliche und soziale Sicherheit. Die Aktionen fanden deutschlandweit an allen Standorten des Unternehmens statt. In den kommenden Wochen sind laut IG Metall weitere Proteste bei anderen Autoherstellern und -zulieferern geplant. Neben den Unternehmen sieht die IG Metall auch die Politik in der Pflicht, gute Rahmenbedingungen für die Autoindustrie zu schaffen. Die Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, forderte von der Politik »ein klares Signal«. »Der industrielle Kern dieses Landes darf nicht ausgehöhlt werden. Wir brauchen eine aktive Industriepolitik, die Transformation absichert«, sagte Benner in Düsseldorf. Konzern setzt auf Erhöhung der Arbeitszeit Mercedes-Benz hatte zuletzt ein Sparprogramm für seine Belegschaft angekündigt. In einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland hatte der Vorstand informiert, dass man »weiterhin mit Hochdruck die Kosten senken« müsse, um bei den Preisen für die Produkte wettbewerbsfähig zu bleiben. »Trotz all unserer Anstrengung ist die Situation heute in Deutschland dramatisch«, hieß es darin. Als Sofortmaßnahme möchte das Unternehmen eine für Juli tariflich festgelegte Sonderzahlung für einen Großteil der Beschäftigten erst im kommenden Jahr auszahlen. Außerdem will das Management mit dem Betriebsrat in den kommenden Wochen über eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sprechen. IG-Metall-Chefin Benner kritisierte die Pläne »Während Aktionäre mehr als ordentlich profitieren, sollen die Beschäftigten ihre vertraglich festgeschriebenen Rechte opfern? Sicher nicht!«, sagte sie.