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Mercedes droht mit Werkschließungen in Deutschland

Wirtschaft

Mercedes-Benz könnte zwei Werke in Deutschland schließen, wenn die Arbeitskosten nicht reduziert werden. Das habe Produktionsvorstand Michael Schiebe auf einer Betriebsversammlung in Sindelfingen (Kreis Böblingen) gesagt, teilte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Zuvor hatte die "Stuttgarter Zeitung" berichtet. Ab 7. Oktober verhandeln die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie mit der Gewerkschaft IG Metall über die künftigen Gehälter - und damit auch die Kosten für die Unternehmen.

Mercedes will Arbeitskosten senken - um Werke zu retten

Mercedes will sich laut Schiebe für einen Erhalt der Standorte einsetzen. "Dafür müssen wir uns auf für alle verträgliche Maßnahmen einigen, um die Kosten in Deutschland zu senken", sagte Schiebe laut den Berichten. "Gelingt uns dies nicht, werden wir ein

deutsches Aufbauwerk sowie ein deutsches Powertrainwerk schließen müssen."

In Aufbauwerken werden die Autos zusammengebaut. Neben Sindelfingen betreibt Mercedes in Rastatt und Bremen solche Werke. In Powertrainwerken baut der Konzern Komponenten für die Fahrzeuge. Diese gibt es in Stuttgart-Untertürkheim, Affalterbach (Kreis Ludwigsburg), Berlin, Hamburg, Kamenz (Sachsen) sowie Kölleda und Arnstadt (Thüringen).

Beschäftigte wehren sich gegen Sparkurs

Zuvor hatten sich etwa 20.000 Mercedes-Beschäftigte am Montagvormittag am Aktionstag der IG Metall beteiligt und unter anderem gegen Jobabbau und weitere Einschnitte in ihrer Industrie protestiert.

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