Mercedes: Vorstand lobt Ungarn - „Arbeitsstunden höher als in Deutschland“
Kecskemet. Der Produktionsvorstand von Mercedes-Benz, Michael Schiebe, hat die Verdopplung der Kapazitäten im Werk des Niedriglohnlands Ungarn verteidigt. „Die Werkserweiterung in Kecskemet hilft uns, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern“, sagt Schiebe im Interview mit dem Handelsblatt. Es gehe darum, die Kostenbasis insgesamt zu senken. In Kecskemet, südöstlich von Budapest, steht nun die größte europäische Fabrik von Mercedes. Gleichzeitig kürzt der Konzern in Deutschland und hat im Heimatland sein Sparprogramm verschärft. Das Management will, dass die Beschäftigten in Deutschland ohne Lohnausgleich mehr arbeiten. Schiebe verweist auf Ungarn: „Die Arbeitsstunden, die ein Mitarbeiter hier zur Verfügung stellt, sind höher als in Deutschland.“ Auch der Krankenstand sei deutlich geringer.