DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Merz will Krankschreibungen verschärfen

Allgemein

Startseite Verbraucher Kanzler Merz will Krankschreibungen verschärfen – doch aktuelle Zahlen werfen Fragen auf Von: Kai Hartwig Uns auf Google folgen In Deutschland gibt es laut Kanzler Merz zu viele Krankschreibungen. Doch eine neue Umfrage zeigt: Viele Arbeitnehmende arbeiten auch angeschlagen. Frankfurt – Anfang Juli hatte die schwarz-rote Koalition um Bundeskanzler Friedrich Merz Reformen angekündigt. Auch bei der Krankschreibung soll sich einiges ändern. Sollten die Pläne der Bundesregierung eins zu eins umgesetzt werden, kommen auch die Attestpflicht schon am ersten Tag der Krankschreibung sowie eine mögliche Teilkrankschreibung. Kanzler Merz hatte die Verschärfungen damit begründet, dass die Anzahl der Krankschreibungen in Deutschland zu hoch sei. Und somit ein Wettbewerbsnachteil für hiesige Unternehmen entstehe. Das hatten Experten kritisch hinterfragt. Jetzt wirft auch eine aktuelle Umfrage weitere Fragen auf. Umfrage zu Krankschreibungen zeigt: Fast alle Beschäftigten in Deutschland glauben, sich rechtfertigen zu müssen Das Meinungsforschungsinstitut Civey befragte im Auftrag des Verbraucherrechte-Portals Allright insgesamt 2000 Erwerbstätige ab 18 Jahren zur Krankmeldung am Arbeitsplatz. Die repräsentative Umfrage, deren Ergebnisse der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media vorliegen, wurde vom 15. bis 17. Juni 2026 online durchgeführt. Das Fazit: Viele Beschäftigte in Deutschland haben das Gefühl, sich bei Krankmeldungen gegenüber ihrem Arbeitgeber rechtfertigen zu müssen. Insgesamt 72 Prozent aller Teilnehmenden der repräsentativen Allright-Umfrage gaben das an. Gerade unter jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist der Anteil sehr hoch: Unter den 18- bis 29-Jährigen erklärten 82,1 Prozent, dass sie sich schon einmal für eine Krankmeldung ihrem Arbeitgeber gegenüber rechtfertigen mussten. Mit 77,2 Prozent liegt die Zahl bei den 30- bis 39-Jährigen nur unwesentlich niedriger, bei den 50- bis 64-Jährigen sinkt der Wert indes auf 50,7 Prozent. Viele Menschen arbeiten, obwohl sie sich krank fühlen – Experte erkennt „Warnsignal“ Besagte Umfrageergebnisse erklären möglicherweise auch eine weitere Erkenntnis der Erhebung. Fast alle Umfrageteilnehmenden – genauer gesagt 95,2 Prozent – haben schon einmal gearbeitet, obwohl sie sich eigentlich krank gefühlt haben. Und immerhin 72,3 Prozent erlebten, dass ihre Kolleginnen oder Kollegen trotz Krankheit arbeiten. Die Gründe für dieses Verhalten hängen auch damit zusammen, dass knapp zwei Drittel der Deutschen (64,7 Prozent) offenbar berufliche Nachteile bei zu häufigen Krankschreibungen befürchten. Doch Paul Krusenotto, Arbeitsrechtsexperte bei Allright, ermuntert Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media, ihre Rechte wahrzunehmen: „Wer krank ist, sollte sich auskurieren können, ohne schlechtes Gewissen und ohne Angst vor Nachteilen.“ Der Arbeitsrechtler betont: „Die Zahlen zeigen, dass viele Beschäftigte Krankheit im Job offenbar nicht als legitimen Ausnahmezustand wahrnehmen, sondern als etwas, das sie rechtfertigen müssen. Das ist arbeitsrechtlich ein Warnsignal, weil eine Krankmeldung auch dann gerechtfertigt ist, wenn bei Weiterarbeit eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation droht.“ Fit im Büro: Übungen für Ihre Mikropause Dieser Ratgeber bietet Menschen, die im Büro arbeiten, eine kompakte Sammlung sofort anwendbarer Übungen für die Mikropause. Gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen für Rücken, Hüfte und Nacken bis hin zu Atemtechniken und einem Feierabend-Ritual für Entspannung und mehr Wohlbefinden im Alltag. Hier können Sie das kostenlose PDF herunterladen. Krankschreibung ist klar geregelt – Arbeitgeber muss nicht alles erfahren Dabei ist gesetzlich klar geregelt, welche Dinge im Zuge einer Krankschreibung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kommuniziert werden müssen – und welche nicht. „Arbeitgeber dürfen wissen, wie lange Beschäftigte voraussichtlich ausfallen. Einen Auskunfstsanspruch, gerichtet auf medizinische Details oder die genaue Diagnose, haben sie jedoch grundsätzlich nicht“, erklärt der Rechtsexperte unserer Redaktion.

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