DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,04 % 64.285,40 USD 08:14:37 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Messerangriff auf Dorfparty: Acht Verletzte und Not-OP

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tz München Region Messerangriff auf Dorfparty: Acht Verletzte und Not-OP – Polizei gibt Details zu flüchtigem Täter bekannt Von: Dominik Stallein Uns auf Google folgen Bei einer Messerattacke auf einer Dorfparty in Egling wurden acht Menschen verletzt. Einige Opfer mussten in der Nacht notoperiert werden. Egling – Update, 20. Juli, 7.18 Uhr: Nach dem Messerangriff auf einer Dorfparty in Egling (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) hat die Polizei erstmals Details zum Aussehen des Täters veröffentlicht. Zeugen beschrieben den Flüchtigen als etwa 1,80 bis 1,90 Meter großen Mann mit schmaler Statur und kurzen dunklen Haaren. Laut Wolfratshauser Polizei sprach der Mann gebrochenes Hochdeutsch. Er wird als „dunkler Hauttyp“ beschrieben. Der Täter soll eine graue Fleecejacke und Jeans getragen haben. Angaben zu seinem Alter konnte die Polizei zunächst nicht machen. Die Tat ereignete sich auf der Blauliachd-Party des örtlichen Burschenvereins, zu der rund 700 Menschen gekommen waren. Ein Unbekannter hat dort am Samstagabend, 18. Juli, auf einem Dorffest in Egling einen 16-Jährigen mit einem Messer verletzt und ist danach in der Menge untergetaucht. Zuvor hatte der Mann bereits einen 24-jährigen Bekannten des Jugendlichen niedergeschlagen. Insgesamt mussten acht Menschen medizinisch versorgt werden – sechs davon zogen sich ihre Verletzungen bei weiteren Schlägereien auf dem Festgelände zu, teils wurden sie in Krankenhäuser eingeliefert. Messerangriff auf Dorfparty in Oberbayern: Motiv noch völlig unklar Der Täter konnte in der Menge verschwinden. Die Polizei wurde gegen 23.45 Uhr alarmiert. Demnach war die Stimmung auf dem Gelände zu diesem Zeitpunkt bereits aufgeheizt. Bei der Auflösung der Veranstaltung mussten die Beamten teils unmittelbaren Zwang anwenden, einige Partygäste in Gewahrsam nehmen und einzelne sogar fesseln. Das Motiv des Angreifers war zunächst völlig unklar. Ob es zuvor Streit gab, ob Alkohol eine Rolle spielte oder ob der Unbekannte es gezielt auf bestimmte Personen abgesehen hatte, ist ebenso offen wie die Frage, warum er überhaupt ein Messer mit sich trug. Die Polizeiinspektion Wolfratshausen ermittelt wegen teils gefährlicher Körperverletzung. Die Beamten planen, Videoaufnahmen vom Festgelände auszuwerten und Besucher als Zeugen zu befragen. Weitere Details sollen am Montag bekannt gegeben werden. Schock sitzt am Tag nach Messerangriff in Egling tief Update, 19. Juli, 14 Uhr: Am Tag nach der Feier sitzt der Schock noch tief. Sieben Mannschaftswagen der Polizei sind am Sportplatz in Egling geparkt. Beamte suchen das Festgelände ab. Simon Raß beobachtet die Polizisten. Er ist Vorsitzender des Burschenvereins und Hauptorganisator der Blauliachd-Party. „Das ist immer so ein gemütliches Fest gewesen. Es ist sehr traurig, dass es so geendet hat.“ Die Bluttat hatte sich nicht abgezeichnet: „Von 20 Uhr an war die Stimmung genial. Es hat richtig Spaß gemacht, bis es passiert ist.“ Gegen halb 12 kam es zum Messerangriff auf einen Gast aus Österreich, ein Begleiter von ihm wurde auch verletzt. Insgesamt acht Partygäste sind Opfer eines unbekannten Schlägers geworden. Raß hat mit dem Opfer Kontakt: „Wir haben telefoniert und gehört, dass die beiden Österreicher soweit stabil sind. Die sind extra für unser Festl gekommen, und haben jetzt so schreckliche Erinnerungen – das ist wirklich schade.“ Die vielen Helfer des Festls stehen am Schankwagen zusammen und versuchen, die Erlebnisse des Vorabends einzuordnen. Man sieht viel Kopfschütteln bei den jungen Männern und Frauen. „Ich glaube: Die Blaulicht-Party machen wir nie wieder“ Der Burschen-Chef weiß: „Man kann so etwas nie ganz verhindern.“ Dabei hätten er und seine Helfer alles versucht: „Wir hatten einen Sicherheitsdienst vor Ort, die Sicherheitskonzepte vom Landratsamt und der Polizei haben wir natürlich genau eingehalten.“ Er ist konsterniert, als er am Rande des Festgeländes zwischen Elektronik und Flaschenpfand über den Vorabend nachgrübelt: „Wir richten so ein Fest aus, damit andere einen tollen Abend haben. Und dann reicht ein Mann, der ein Messer rein schmuggelt, um es zu zerstören.“ Niemand gehe davon aus, dass ein kleines Dorffest in Egling so ausarte. Die Burschen ziehen Konsequenzen aus dem Abend. „Ich glaube: Die Blaulicht-Party machen wir nie wieder. Den Namen verbindet von jetzt an jeder mit diesem Abend. Auch wir selbst haben keine guten Erinnerungen mehr daran.“ Ursprungsmeldung, 19. Juli, 11.42 Uhr: Die Blauliachd-Party in Egling sollte eine nette Dorffeier werden. Sie wurde zum Tatort: Acht Menschen wurden bei einer Messerattacke verletzt, einige mussten notoperiert werden. Vieles ist noch unklar – etwa die Identität der Täter. Hunderte Partygäste durften das Festgelände lange nicht verlassen. Messerangriff auf Dorfparty in Egling – acht Verletzte und Not-OP: Zeuge berichtet von Schockmoment Alles ging los mit einem Schlag auf einen Kopf. So steht‘s im Polizeibericht: Ein 24-Jähriger aus Österreich ging mit seinem Kumpel in Richtung Ausgang der Hütte. Da war es etwa 23.45 Uhr. Er wurde „unvermittelt durch einen Schlag gegen den Kopf zu Boden gebracht“, erklärt die Wolfratshauser Dienststelle. Von dort blickte er hoch. Der junge Mann sah, wie derselbe Täter ein Messer zückte – damit stach er nach dem Unterarm seines jüngeren Kumpels. Der 16-Jährige wurde schwer verletzt. Am rechten Unterarm hat der Sicherheitsdienst der Party eine arterielle Schnittwunde erkannt. Der Täter hörte nicht auf: Er griff weitere Besucher an. „Es kam zu weiteren Körperverletzungen“, sagt Marco Kasseckert, Polizeihauptmeister der Wolfratshauser Dienststelle. Mindestens einen weiteren jungen Mann griff er mit dem Messer an. Ein anderer Gast wurde schwer verletzt, Details zum Zustand gibt es noch nicht. „Die Kripo klärt das momentan“, sagt Kasseckert. Einige der Opfer wurden noch in der Nacht operiert. Sie erlitten Knochenbrüche im Gesicht. Aktuelle Nachrichten aus der Region Wolfratshausen/Geretsried lesen Sie hier. Der Sicherheitsdienst des Fests in Egling rief die Polizei. Die Beamten fanden eine chaotische Situation vor. 700 Gäste waren noch auf dem Gelände, die Securitys hatten die Ein- und Ausgänge abgesperrt. „Die Stimmung war aufgeheizt und aggressiv“, sagt Kasseckert. Die Uniformierten sprechen von einer „völlig unklaren Lage“. 700 Menschen warten: Security sperrt Festgelände – Täter flieht nach Messer-Attacke Die Polizei rückte mit mehreren Streifen aus, sie wurden unterstützt von Beamten aus den Nachbardienststellen. Sogar aus München rückte Verstärkung an. „Man ging davon aus, dass der Täter noch drinnen ist“, erklärt Kasseckert. Die Beamten beendeten das Fest, am Ausgang kontrollierten sie die 700 Personen. Den Täter identifizierten sie nicht. „Es kann sein, dass er sich schon vor unserem Eintreffen aus dem Staub gemacht hat“, sagt der Polizeihauptmeister. Es gab zwei Ausgänge aus dem Festgelände. Im Polizeibericht klingt das so: „Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen vor Ort und dem kontrollierten Auflösen der Veranstaltung ist der Täter weiterhin flüchtig.“ +++ Uns gibt's auch auf Instagram! Unter „MerkurWolfratshausenGeretsried“ finden Sie immer die spannendsten Geschichten aus unserer Region +++ Ein 18-jähriger Partygast spricht von einem Schockmoment. „Ich bin seit zwei Jahren stolzer Dorf-Party-Gänger, aber so eine Situation habe ich niemals erwartet.“ Er bekam die Tat nur am Rande mit. „Auf einmal hat sich ein großer Kreis auf der Tanzfläche gebildet, und in der Mitte lag ein Verletzter.“ Er blutete stark und wurde von mehreren Securitys aus der Menge gestützt. „Wir mussten lange warten, bis wir dann gehen durften. Die haben uns nicht rausgelassen“, erinnert sich der junge Mann. Die Polizei sammelte einige Zeugenaussagen vor Ort. Eine finale Täterbeschreibung wurde noch nicht veröffentlicht. Die Details müssen mit den Verletzten verifiziert werden. „Die sind größtenteils aber noch im Krankenhaus und konnten noch nicht vernommen werden.“ Auch die Befragung von Beobachtern vor Ort gestaltete sich schwierig: „Es war aufgeheizt und einige Zeugen waren alkoholisiert“, so Kasseckert. Die Polizei nahm mehrere Partygäste in Gewahrsam. Es handelte sich dabei um Gäste, die „den Ernst der Lage nicht verstanden haben“. Die Blauliachd-Party lockte am Ende wirklich viel Blaulicht an: 60 Polizisten, ein Zug des Unterstützungskommandos der Polizei, fünf Rettungswagen, zwei Notärzte, ein Rettungsdienst-Einsatzleiter, die Feuerwehr Egling mit 15 Mann, ein Rettungshubschrauber und eine Polizeidrohne waren vor Ort. Die Ermittlungen laufen weiter. Derzeit werten die Beamten Videomaterial von dem Fest aus. Die Polizei bittet Gäste, die Video- oder Fotoaufnahmen von der Veranstaltung gemacht haben, sich zu melden. Zeugen wählen 08171/42110.

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