Meta: Facebook-Konzern droht mächtig Ärger
In den USA steht für den Facebook-Konzern Meta viel auf dem Spiel. Dort hat im kalifornischen Oakland ein vielbeachteter Prozess begonnen, in dem es um die Nutzung der beliebten Social-Media-Apps durch Kinder geht. Mehrere US-Bundesstaaten werfen dem Tech-Riesen rund um CEO und Gründer Mark Zuckerberg vor, Kinder bewusst zu einer ausufernden Nutzung von Facebook und Instagram verleitet zu haben. Zudem hätte Meta potenzielle Risiken vor den Eltern und sogar der Öffentlichkeit verborgen. Die Bundesstaaten, die dem Facebook-Konzern den Prozess machen, wollen Geldstrafen und Auflagen zur Änderung des Geschäftsmodells erzwingen. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. Meta behauptete vor einigen Monaten in einem Gerichtsdokument, die von den Bundesstaaten geforderten Strafen könnten sich auf 1,4 Billionen Dollar (aktuell 1,2 Billionen Euro) belaufen und damit die Existenz des Unternehmens bedrohen. Anwälten der Klägerseite zufolge könnte es eher um einen Betrag von etwa 200 Milliarden Dollar gehen. Meta nennt die Vorwürfe unbegründet und die finanziellen Forderungen unangemessen. Meta hatte zuletzt mehrere empfindliche Niederlagen vor US-Gerichten einstecken müssen. So soll der Konzern nach einer Gerichtsentscheidung im Bundesstaat New Mexico mehr als eine halbe Milliarde Dollar für Hilfen für Kinder zahlen, die durch die Nutzung sozialer Medien Schaden genommen haben. Zudem müssen in dem Bundesstaat zusätzliche Einschränkungen für Nutzer von unter 18 Jahren eingeführt werden: Unter anderem sollen sie bei Facebook und Instagram maximal 90 Stunden pro Monat verbringen können. Meta will in Berufung gehen. Enthält Material von dpa-AFX