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Meta-Prozess: Frances Haugen enttarnte Risiken für Jugendliche

Wirtschaft

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Oakland – Schicksals-Showdown zwischen Meta und der US-Justiz! Am Dienstag startet vor einem Bundesgericht in Oakland (Kalifornien) ein Mega-Prozess gegen den Tech-Giganten von Mark Zuckerberg (42, Facebook, Instagram, WhatsApp) mit den Eröffnungsplädoyers. Der Vorwurf: Meta soll Facebook und Instagram bewusst so gestaltet haben, dass Kinder und Jugendliche „angelockt, gebunden und letztlich gefangen“ werden. Aus Profitgier treibe Meta Nutzer in die Sucht und schädige sie psychisch – in Extremfällen drohten Selbstverletzung oder Suizid. Die 2023 eingereichte Klage wirft Meta zudem vor, Daten von Kindern unter 13 Jahren ohne Zustimmung der Eltern gesammelt zu haben.

Musterprozess könnte neue Sammelklagen erleichtern

Der Prozess ist nicht der erste, aber einer der wuchtigsten: Vier US-Bundesstaaten – Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey – treten gemeinsam gegen Meta an. Eine geballte juristische Front! Bei einer Niederlage könnten dem Konzern enorme Schadenersatzforderungen und tiefgreifende Änderungen an Facebook und Instagram drohen: strengere Alterskontrollen, Nutzungsbeschränkungen und Eingriffe in Algorithmen. Zuckerberg wird als möglicher Starzeuge erwartet.

Whistleblowerin hatte Sucht-Steuerungen enthüllt

Hinter dem juristischen Damoklesschwert steht vor allem eine Frau: Die frühere Facebook-Produktmanagerin Frances Haugen (42) verließ den Konzern 2021 mit rund 21.000 internen Dokumenten. Die daraus entstandenen „Facebook Files“ schlugen wie eine Bombe ein. Die Unterlagen – E-Mails, Präsentationen, interne Studien – zeigten, dass Facebook intern über Risiken für Jugendliche Bescheid wusste. Haugens zentraler Vorwurf: Wachstum und Nutzerbindung hätten zu oft Vorrang vor Sicherheit gehabt.

Ihre Dokumente halfen Eltern, Schulen und Staatsanwälten, mögliche Zusammenhänge zwischen intensiver Social-Media-Nutzung und Problemen wie Essstörungen, Selbstverletzung und psychischen Krisen zu untermauern. Tausende Familien schlossen sich später Klagen gegen Meta und andere Plattformen an.

Haugen lebt heute im US-Territorium Puerto Rico und betreibt die NGO „Beyond the Screen“, die sich für mehr Transparenz bei sozialen Netzwerken einsetzt. Zuletzt winkte auch Hollywood: Ihr Kampf ist Gegenstand eines neuen Facebook-Streifens von Filmemacher Aaron Sorkin (65), „The Social Reckoning“.

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