Meteorologe zerlegt Prognose zu El
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Doch kein El-Niño-Winter? Meteorologe teilt aus – „Kompletter Schmonzens“
Von: Kilian Bäuml
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El Niño soll laut so mancher Vorhersage einen extremen Winter verursachen. Ein Meteorologe ordnet den Einfluss des Wetter-Phänomens anders ein.
Wien – Während in Teilen Deutschlands das Wetter noch sommerlich ist, sprechen die ersten Prognosen bereits von einem Extrem-Winter, der uns bevorsteht. Der Auslöser: Ein sogenannter Super-El-Niño, also ein besonders starkes Klimaphänomen im Pazifik. Der österreichische Meteorologe Sigi Fink reißt da der Geduldsfaden. Mit den frühzeitigen Extremwetter-Vorhersagen rechnet er ab und findet deutliche Worte.
„Es ist schon wieder so weit“, sagt er in einem Facebook-Video – und schüttelt den Kopf. In den ersten Supermärkten werde bereits Lebkuchen verkauft und die ersten Prognosen schreiben schon jetzt von einem Jahrhundertwinter. Schuld am Extremwinter soll das Wetterphänomen El Niño sein. „Es muss gesagt werden: El Niño hat geringen Einfluss auf unser Wetter“, so der Meteorologe.
ORF-Meteorologe Sigi Fink rechnet mit Jahrhundertwinter-Gerüchten ab
„Was mehr Einfluss hat auf unser Wetter ist das heiße Mittelmeer“, erklärt Fink. Das sei für dortige Tiefs verantwortlich, die Energie und Wasser aufnehmen und in Gewittern abgeben, die bis in den Alpenraum ziehen und zu Starkregen und Hochwasser führen können. „Das hatten wir die letzten Jahre schon“, so der Meteorologe.
Die Winter seien statistisch betrachtet nicht mehr so kalt wie früher und auch Winterstürme gebe es weniger. Zwar habe es auch in den vergangenen Jahren immer wieder mal starken Schneefall gegeben, doch „das sind nur Ausnahmefälle und die können genauso in Nicht-El-Niño-Jahren vorkommen“. Für die frühen Wetter-Vorhersagen, die von einem extremen Winter sprechen, findet Fink deutliche Worte: „Jetzt schon über einen Jahrhundertwinter zu sprechen ist kompletter Schmonzens, bitte glaubt nicht solche Nachrichten.“