Meteorschauer 2026: Ende Juli regnet es unzählige Sternschnuppen
Wer im Sommer ohnehin gerne bis spät draußen sitzt, hat Ende Juli einen weiteren guten Grund, den Liegestuhl noch etwas länger stehen zu lassen. Statt nur nach den Sternen zu schauen, könnte gleich eine ganze Reihe von Sternschnuppen über den Himmel huschen und mit etwas Glück sogar eine besonders helle Feuerkugel. Denn Ende Juli sind mehrere Meteorschauer gleichzeitig aktiv und sorgen für ein seltenes Sternschnuppen-Spektakel. Einen ersten Höhepunkt bildet laut Star Walk die Nacht vom 30. auf den 31. Juli, wenn die Südlichen Delta-Aquariiden und die Alpha-Capricorniden zeitgleich ihr Maximum erreichen. Während die Delta-Aquariiden zahlreiche mittelschnelle Sternschnuppen liefern, sind die Alpha-Capricorniden zwar deutlich schwächer, dafür aber für ihre besonders hellen und langsam über den Himmel ziehenden Feuerkugeln bekannt. Der Sternschnuppensommer beginnt allerdings schon deutlich früher. Bereits Anfang Juli werden die ersten Alpha-Capricorniden aktiv, die bis Mitte August zu sehen sind. Ab 12. Juli folgen die Delta-Aquariiden. Wissenschaftler vermuten, dass diese entstehen, wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne eine Staubspur des Kometen 96P/Machholz kreuzt. Beim Eintritt der winzigen Staubteilchen in die Erdatmosphäre verglühen sie und erzeugen die leuchtenden Spuren, die als Sternschnuppen zu sehen sind. Die Delta-Aquariiden zählen zu den zuverlässigsten Meteorschauern des Sommers. Anders als viele andere Meteorströme zeigen sie keinen kurzen, intensiven Höhepunkt, sondern bleiben über mehrere Wochen hinweg relativ konstant aktiv. In der Nacht ihres Maximums könnten unter idealen Bedingungen bis zu 25 Meteore pro Stunde sichtbar werden. Die Alpha-Capricorniden steuern zwar nur wenige Sternschnuppen bei, sorgen mit ihren auffällig hellen Feuerkugeln aber häufig für die spektakulärsten Momente der Nacht. Die Beobachtungsbedingungen sind 2026 allerdings nicht ganz optimal laut Geo Wissen. Da der Höhepunkt der beiden Meteorschauer unmittelbar auf den Vollmond fällt, wird der Himmel stark aufgehellt. Viele lichtschwache Meteore bleiben dadurch unsichtbar. Wer möglichst viele Sternschnuppen entdecken möchte, sollte daher möglichst weit entfernt von künstlichen Lichtquellen beobachten und den Mond, etwa hinter Bäumen oder Gebäuden, aus dem direkten Blickfeld halten. In diesem Jahr stehen die Chancen einige Tage vor dem eigentlichen Höhepunkt häufig besser, weil der Mond früher untergeht und der Himmel dadurch dunkler bleibt. Trotz der ungünstigen Mondphase bleibt die letzte Juliwoche damit eine der spannendsten Zeiten des Jahres für Sternschnuppenfans. Die Kombination mehrerer gleichzeitig aktiver Meteorschauer erhöht die Chancen auf eindrucksvolle Himmelsbeobachtungen, insbesondere auf die seltenen, hellen Feuerkugeln der Alpha-Capricorniden, die selbst im Mondlicht noch gut zu erkennen sein können. (ian)