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Micron: Speicher wird 2027 noch knapper als 2026

Technologie

Der weltweit drittgrößte Speicherhersteller Micron hat seine Geschäftszahlen für sein vergangenes Fiskalquartal veröffentlicht. In nur drei Monaten steigt der Umsatz um 31 Prozent auf gut 54,2 Milliarden US-Dollar (rund 48 Milliarden Euro). Die Bruttomarge klettert auf 86,8 Prozent. 37,7 Milliarden US-Dollar bleiben als Nettogewinn übrig. Das entspricht fast 34 Prozent sequenziellem Wachstum.

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Der zusätzliche Umsatz übersteigt damit sogar knapp Microns gesamten Umsatz im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Letzterer lag damals bei 11,3 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn ist seitdem um den Faktor 12 hochgeschossen. Im gesamten Fiskaljahr 2026 setzte Micron 133,2 Milliarden US-Dollar um, nach 37,4 Milliarden im Vorjahr. Die Speicherkrise nahm erst Ende 2025 Fahrt auf, also mitten in Microns Fiskaljahr. Zu dem Zeitpunkt haben Cloud-Hyperscaler begonnen, immer mehr DRAM und SSDs für ihre KI-Rechenzentren zu kaufen.

Microns viertes Fiskalquartal lief vom 29. Mai bis zum 3. September 2026. Aufgrund der laufenden Speicherkrise sind vor allem sequenzielle Vergleiche interessant. Laut dem Firmenchef Sanjay Mehrotra sind die Preise für Arbeitsspeicher (DRAM) in dem Zeitraum im hohen 10er-Prozentbereich („High Teens“) gestiegen. NAND-Flash-Bausteine, unter anderem für SSDs, legten sogar um etwa 30 Prozent zu.

2027er-Kapazität weitgehend ausverkauft

Die Aussichten auf die kommenden Jahre sehen noch schlechter aus. „Wir erwarten, dass die Angebots- und Nachfragebedingungen bei Speicher und Storage in den Kalenderjahren 2027 und 2028 deutlich angespannter sein werden als 2026“, sagt Mehrotra. Er nennt eine „strukturelle Lücke beim Wachstum zwischen dem DRAM-Angebot und der Nachfrage“. Der Hersteller schließt sich damit dem Weltmarktführer Samsung an.

75 Prozent der eigenen Produktion im Kalenderjahr 2027 sind laut dem Micron-Chef bereits Kunden zugeordnet. Aktuell laufen schon Gespräche für Kapazitäten im Jahr 2028. Auch zusätzliche Halbleiterwerke sollen die Nachfrage im Kalenderjahr 2028 nicht decken können..

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Enorme Margen

DRAM und NAND-Flash für Smartphones, Notebooks, Desktop-PCs und andere Endkundengeräte sind für Micron weiterhin am lukrativsten. Der Hersteller nennt dort eine Bruttomarge von 90 Prozent und eine Betriebsmarge von 88 Prozent. Diese Sparte macht 13,1 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Serverspeicher („Core Data Center Business“) liegt mit 85 Prozent Betriebsmarge knapp dahinter, ist absolut mit 18 Milliarden US-Dollar Umsatz aber viel größer. Speicher für Cloud-Hyperscaler wie AWS, Google und Meta ist mit 76 Prozent Betriebsmarge geradezu abgeschlagen. Hier liegt der Umsatz bei 16,3 Milliarden US-Dollar.

Im laufenden Quartal erwartet Micron im Mittel 61,5 Milliarden US-Dollar Umsatz. Die Aktie hält sich seit Bekanntgabe der Geschäftszahlen bei +/- 0 Prozent.

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