Microsoft Aktie: Xbox-Pläne bis 2028
Microsoft will die Xbox neu aufstellen, und der Fahrplan hat es in sich: Zu Weihnachten 2027 soll ein Handheld der nächsten Generation erscheinen, ein Jahr später die Konsole "Project Helix". Bestätigt hat der Konzern die Berichte bislang nicht. Für die Aktie ist das Thema eher Randnotiz als Kurstreiber.
Helix: Teuer und ambitioniert
Helix soll auf einem AMD-Chip laufen, dessen FSR-Technik die Grafik per maschinellem Lernen hochrechnet. Intern kalkuliert Microsoft Berichten zufolge mit einem Preis von 1.200 bis 1.800 Dollar, es sei denn, der Konzern übernimmt einen Teil der Hardwarekosten. Die aktuelle Xbox Series X kostet rund 800 Dollar. Helix läge damit auf dem Niveau eines Gaming-PCs.
Der Spielraum für Subventionen ist klein. Die Xbox-Sparte erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2026 rund 21,8 Milliarden Dollar Umsatz, ein Minus von sieben Prozent. Die Hardware brach um 29 Prozent ein. Das entspricht nur knapp sieben Prozent der Konzernerlöse, die Marge soll bei etwa drei Prozent liegen.
Als Argument dafür gilt, dass Helix auch PC-Spiele abspielen soll. Die Zielgruppe wäre damit größer als die klassische Konsolengemeinde. Auch der Abodienst Game Pass soll umgebaut werden: Kunden könnten Bausteine wie Cloud-Gaming oder den Mehrspielermodus einzeln hinzubuchen.
Technik und Termine
Die Aktie schloss gestern bei 532 Dollar und gab nachbörslich auf 528 Dollar nach. Oberhalb liegt die Zone um 550 Dollar, das 52-Wochen-Hoch steht bei 554 Dollar.
Als erste Unterstützung gilt die 20-Tage-Linie bei 524 Dollar, dahinter die 50-Tage-Linie bei 507 Dollar. Fällt der Kurs darunter, rückt die Marke von 500 Dollar in den Blick. Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt, die 200-Tage-Linie verläuft weit tiefer bei 436 Dollar.
Parallel dazu sorgt ein anderes Thema für Gesprächsstoff: Microsoft gehört zu sieben weiteren Unternehmen, die der Handelbarkeit ihrer Aktien auf der geplanten Tokenisierungsplattform OKXICE TSV widersprochen haben. Dazu zählen auch Alphabet und Goldman Sachs. Insgesamt liegen nun 16 Einsprüche vor. Gründe nennen die Unternehmen nicht.
Zudem startet in Italien eine Plattform für Kommunalverwaltungen, die auf Microsofts Cloud und Copilot aufbaut. Sie wird über die Poste-Italiane-Tochter Postel vertrieben. Das Geschäftsvolumen bleibt offen, das Projekt zeigt aber, wie Microsoft KI in den öffentlichen Sektor trägt.
Den nächsten harten Termin liefert der 28. Oktober. Nach US-Börsenschluss legt Microsoft Quartalszahlen vor und zeigt dann auch, ob die Xbox wieder wächst. Nadella hat für das laufende Geschäftsjahr die Rückkehr zum Wachstum in Aussicht gestellt.