Microsoft bestätigt Fehler: Windows-Update braucht fast den gesamten Speicherplatz
Microsoft hat bestätigt, dass ein Fehler in Windows 11 dazu führen kann, dass eine einzelne Systemdatei ungewöhnlich viel Speicherplatz verbraucht. Laut der Plattform „Windows Latest“ ist die Datei CapabilityAccessManager.db-wal, die eigentlich nur wenige Megabyte groß sein sollte und mit den Berechtigungen für Kamera, Mikrofon, Standort und andere Datenschutzfunktionen zusammenhängt, betroffen. In einzelnen Fällen wuchs sie jedoch auf mehrere Hundert Gigabyte an. Nutzer berichteten unter anderem von Dateien mit 70, 200 oder sogar über 500 Gigabyte Größe, wodurch das Systemlaufwerk nahezu vollständig gefüllt wurde. Microsoft liefert Korrektur im Juli aus Den Fehler bestätigte Microsoft nachträglich in den Versionshinweisen zum optionalen Juni-Update KB5095093. Dort heißt es, dass der Speicherbedarf der Datei verbessert werde. Die eigentliche Fehlerbehebung soll mit dem regulären Patch Tuesday am 14. Juli für alle Windows-11-Nutzer ausgerollt werden. Eine gestaffelte Verteilung ist laut Microsoft nicht vorgesehen. So können Microsoft-Nutzer prüfen, ob sie betroffen sind Ob ein Computer betroffen ist, lässt sich zunächst über Einstellungen > Speicher > System & reserviert erkennen. Fällt dort ein ungewöhnlich hoher Speicherverbrauch auf, kann die Ursache in der genannten Systemdatei liegen. ANZEIGE ANZEIGE Da Windows die verantwortliche Datei selbst nicht direkt anzeigt, empfiehlt „Windows Latest“ Programme wie TreeSize, WizTree oder WinDirStat, um große Dateien auf dem Systemlaufwerk aufzuspüren. Microsoft rät davon ab, Systemdateien eigenständig zu löschen. Wer betroffen ist, sollte möglichst auf das offizielle Juli-Update warten. Microsoft bleibt einer der wichtigsten Tech-Konzerne der Welt Der bestätigte Windows-11-Fehler zeigt, dass selbst die größten Softwareunternehmen nicht vor technischen Problemen gefeit sind. Für Microsoft steht dabei viel auf dem Spiel: Windows ist nach wie vor das weltweit meistgenutzte Desktop-Betriebssystem und bildet für Millionen Privatnutzer sowie Unternehmen die Grundlage des täglichen Arbeitens, berichtet „Statista“. Entsprechend wichtig sind schnelle Sicherheits- und Fehlerkorrekturen wie der angekündigte Patch für Juli 2026. Gleichzeitig hat sich Microsoft in den vergangenen Jahren stark verändert. Während das Unternehmen früher vor allem mit Windows und Office Geld verdiente, stammt heute der größte Teil des Umsatzes aus dem Cloud-Geschäft. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Microsoft einen Rekordumsatz von rund 282 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von etwa 102 Milliarden US-Dollar. Mit rund 228.000 Beschäftigten gehört der Konzern laut „Statista“ zu den größten Technologieunternehmen weltweit. Trotz des wachsenden Cloud- und KI-Geschäfts bleibt Windows jedoch eines der wichtigsten Produkte, weshalb Fehler im Betriebssystem schnell große Aufmerksamkeit erhalten und zeitnah behoben werden müssen.