DAX +0,71 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +0,69 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 0,00 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,60 Pkt 21:00:00 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,08 % 63.954,19 Pkt 07:45:03 Gold -0,55 % 4.052,20 USD 08:53:33 Silber -0,75 % 53,89 USD 08:52:53 Brent -1,91 % 111,71 USD 08:53:32 WTI +2,33 % 102,23 USD 08:53:35 Bitcoin +0,25 % 81.006,81 USD 09:03:34 EUR/USD -0,44 % 1,11250 USD 09:02:46 EUR/GBP -0,04 % 0,83700 GBP 09:03:37 EUR/CHF -0,17 % 0,92320 CHF 09:03:37 EUR/JPY -0,30 % 175,481 JPY 09:03:37

Microsoft-Chef warnt: Firmen verraten ihr Wissen an die KI

Technologie

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Künstliche Intelligenz gehört in vielen Firmen bereits zum Alltag. Mitarbeiter erstellen Texte, analysieren Daten oder erledigen Routineaufgaben mit Chatbots und digitalen Assistenten. Doch Microsoft-Chef Satya Nadella sieht dabei eine Gefahr.

In einem aktuellen Blogbeitrag warnt er Unternehmen davor, sich zu stark auf einzelne KI-Anbieter zu verlassen. Sein Vorwurf: Firmen zahlen nicht nur für die Nutzung der Technik, sondern liefern gleichzeitig wertvolle Informationen über ihr eigenes Geschäft.

Firmen geben Interna preis

Nach Ansicht von Nadella entsteht das größte Risiko durch die tägliche Arbeit mit den Modell en. Mit jeder Eingabe, jeder Rückmeldung und jeder Korrektur fließen weitere Informationen in die Systeme ein. Er beschreibt den Vorgang so: „Modelle lernen aus ‚Abfallprodukten‘ – den Prompts, die Menschen verfassen, den Werkzeugen, die Agenten nutzen, und vor allem den Korrekturen, die Menschen vornehmen, wenn das Modell falsch liegt. Jede Korrektur fließt in das institutionelle Know-how ein.“

Dadurch würden Unternehmen Wissen preisgeben, das Wettbewerber sonst kaum erhalten könnten. Besonders kritisch bewertet Nadella Vertragsbedingungen, die es Anbietern erlauben, aus Nutzungsdaten und Interaktionen zu lernen.

Mehr Unabhängigkeit gefordert

Der Microsoft-Chef fordert deshalb, dass Unternehmen die Kontrolle über ihre Daten behalten. Sie sollten vermeiden, dauerhaft von einem einzelnen Anbieter abhängig zu werden. Als möglichen Ausweg nennt er sogenannte Orchestrierungsebenen. Diese erlauben es Firmen, flexibel zwischen verschiedenen KI-Modellen zu wechseln.

Außerdem spricht sich Nadella für eigene Lernumgebungen in der Cloud aus, in denen Unternehmen Daten, Eingaben und Rückmeldungen selbst verwalten können.

Offene Modelle werden beliebter

Dass viele Firmen bereits nach Alternativen suchen, berichtet das US-Unternehmen Solo.io. Dessen Gründerin und CEO Idit Levine erklärt, dass Kunden nach ersten Erfahrungen mit proprietären Modellen verstärkt offene Lösungen nutzen wollen. Diese laufen lokal und geben Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten. Gleichzeitig könnten sie Kosten senken. So steigt angeblich die Nachfrage nach Open-Source-Modellen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren