Microsoft erhöht den Druck auf Windows-10-Nutzer
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Windows 10 bleibt für viele Menschen das Betriebssystem ihrer Wahl. Doch Microsoft macht immer deutlicher, dass die Zukunft bei Windows 11 liegen soll. Zwar erhalten Nutzer in Europa länger Unterstützung als ursprünglich geplant. Trotzdem zieht der Konzern nach und nach wichtige Vorteile von Windows 10 zurück. Statt neuer Werbekampagnen setzt Microsoft nun vor allem auf Einschränkungen bei eigenen Diensten und Programmen. Neue Funktionen für Microsoft 365 laufen aus Besonders deutlich wird das bei Microsoft 365. Laut Support-Dokumenten erhält die Office-Suite unter Windows 10 zwar noch bis zum 10. Oktober 2028 Sicherheitsupdates. Neue Funktionen wird es aber nur noch bis zur Version 2608 geben. Diese Version soll im August 2026 erscheinen. Danach können Abonnenten die Programme weiterhin nutzen. Wer auf Windows 10 bleibt, muss jedoch auf zukünftige Neuerungen verzichten. Neue Office-Funktionen werden dann nur noch für unterstützte Plattformen entwickelt. Auch OneDrive verliert Unterstützung Bei OneDrive geht Microsoft ähnlich vor. Nutzer von Windows 10 in der aktuellen Version 22H2 erhalten weiterhin Updates bis Oktober 2028. Wer jedoch noch ältere Windows-10-Versionen verwendet, muss sich auf Einschränkungen einstellen. Für diese Systeme sollen künftig keine Aktualisierungen der OneDrive-Desktop-App mehr bereitgestellt werden. Wer den Microsoft-Dienst langfristig nutzen möchte, sollte daher zumindest die letzte Windows-10-Version 22H2 installiert haben. Viele Anwender halten Windows 10 weiter die Treue Der Hintergrund ist offensichtlich. Microsoft möchte den Wechsel zu Windows 11 beschleunigen. Allerdings nutzen noch immer viele Menschen das ältere Betriebssystem . Wie das Online-Magazin WindowsLatest berichtet, gibt HP an, dass rund 30 Prozent der Kunden weiterhin auf Windows 10 setzen. Die Steam-Hardwareumfrage kommt auf etwa 23 Prozent. Die Statistikplattform Statcounter meldete für Juli 2026 noch einen Anteil von 28 Prozent aller Windows-PCs. Ob die Strategie aufgeht, ist offen. Viele Nutzer kritisieren Windows 11 seit Jahren wegen hoher Hardware-Anforderungen, einer bis heute nicht vollständig abgeschlossenen Design-Modernisierung und umstrittener KI-Funktionen. Microsoft hat zuletzt selbst eingeräumt, dass nicht jede Entscheidung bei den Anwendern gut angekommen ist. Umso wichtiger dürfte das kommende Update 26H2 werden.