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Microsoft macht dicht: PC-Umzug nur noch mit Cloud möglich

Technologie

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Wer einen neuen Windows-PC einrichtet, konnte sich bislang viel Arbeit sparen. Microsoft bot dafür eine integrierte PC-zu-PC-Migration an. Damit ließen sich Daten, Einstellungen und Kontoinformationen direkt vom alten auf den neuen Rechner übertragen. Voraussetzung war lediglich, dass beide Geräte im selben lokalen Netzwerk angemeldet waren.

Doch mit diesem Komfort ist offenbar bald Schluss. Microsoft hat im Update KB5124010 für Windows 11 das Ende der Funktion angekündigt. Künftig soll der Umzug auf einen neuen Rechner nur noch über Windows Backup und den Cloud-Dienst OneDrive erfolgen.

Daten wandern künftig über die Cloud

Mit Windows Backup können Nutzer schon jetzt ihre persönliche Umgebung auf einem neuen PC wiederherstellen. Dazu zählen Dateien, Einstellungen und teilweise auch Apps aus dem Microsoft Store. Die Daten werden auf den Servern von Microsoft gespeichert, in der OneDrive-Cloud. Das kann besonders dann nützlich sein, wenn ein Gerät unrettbar kaputtgegangen oder durch Diebstahl nicht mehr zugänglich ist. User können dann zumindest ihre gespeicherten Daten auf einem anderen Gerät wiederherstellen.

Künftig übernimmt das Windows Backup auch den Umzug von einem zum anderen PC. Sowohl der alte als auch der neue Rechner müssen dafür mit einem Microsoft-Konto verknüpft sein. Zudem müssen die Daten zuvor mit OneDrive synchronisiert worden sein. Das will vielleicht nicht jeder Windows-Nutzer und das aus guten Gründen.

Nur fünf Gigabyte kostenlos

Denn besonders kritisch fällt hier die Speicherbegrenzung von OneDrive ins Gewicht. Microsoft stellt lediglich fünf Gigabyte Speicherplatz kostenlos zur Verfügung. Wer mehr Daten übertragen muss, stößt schnell an diese Grenze. Fotos, Dokumente und Videos belegen auf modernen PCs oft deutlich mehr Speicherplatz. Reicht das kostenlose Kontingent nicht aus, bleibt nur das Löschen von Daten oder der Abschluss eines kostenpflichtigen OneDrive-Abonnements.

Damit könnte eine Funktion, die bisher kostenlos und lokal nutzbar war, für viele Nutzer indirekt zusätzliche Kosten verursachen.

Es gibt Alternativen

Natürlich lassen sich Daten weiterhin manuell übertragen. Nutzer können ihre Dateien auf eine externe Festplatte oder einen USB-Speicher kopieren und anschließend auf dem neuen PC wieder einspielen.

Genau diesen zusätzlichen Aufwand sollte die bisherige PC-zu-PC-Migration jedoch ersparen. Viele Anwender schätzten die Funktion deshalb als einfache und unkomplizierte Lösung beim Gerätewechsel.

Microsoft nennt keinen Grund

Warum Microsoft die lokale Migration einstellt, ist bislang unklar. Das Unternehmen hat keine konkrete Begründung veröffentlicht. Die Änderung kommt daher für viele Nutzer überraschend.

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