Microsoft SharePoint: Angriffe auf weitere Sicherheitslücke
Am Microsoft-Patchday im Juli waren bereits Angriffe auf eine SharePoint-Schwachstelle bekannt. Die hatte jedoch lediglich den Schweregrad „mittel“. Jetzt warnen IT-Sicherheitsfirmen und -Behörden vor beobachteten Attacken auf eine kritische SharePoint-Lücke, für die ebenfalls ein Softwareflicken seit dem Patchday bereitsteht. Zudem wurden Angriffe auf Check Point SmartConsole beobachtet. Weiterlesen nach der Anzeige Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA warnt aktuell vor Angriffen auf die weitere SharePoint-Sicherheitslücke – und nebenbei noch vor Angriffen auf Check Point SmartConsole, wofür Admins ebenfalls Updates installieren sollten (CVE-2026-16232, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Weitere attackierte SharePoint-Schwachstelle Die CISA-Warnung kommt ohne jedwede Informationen zu Art und Umfang der Angriffe. Lediglich die attackierte Schwachstelle nennt die Behörde. Es handelt sich um eine Deserialisierung von nicht vertrauenswürdigen Daten in SharePoint, wodurch Angreifer aus dem Netz Schadcode einschleusen können (CVE-2026-50522, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“). Die IT-Sicherheitsforscher von watchTowr haben auf Linkedin weitere Informationen veröffentlicht. Demnach folgt die Angriffswelle der Veröffentlichung von Proof-of-Concept-Code (PoC), der das Ausnutzen der Lücke demonstriert. Den hat watchTowr bereits am Montag dieser Woche entdeckt. Innerhalb weniger Stunden haben die IT-Forscher in ihren Honeypots Angriffsversuche mit diesem PoC festgestellt. Mit einer einzigen Anfrage versuchen die Angreifer, Maschinen-Keys aus anfälligen On-Premises-SharePoint-Servern abzuziehen. watchTowr weist darauf hin, dass das Aktualisieren der Server nicht ausreicht, sondern dass auch Zugangsdaten auf allen Instanzen ausgetauscht werden sollten, die Angriffen ausgesetzt worden sein könnten. Zum Patchday in der vergangenen Woche hatte die CISA zudem eine Anleitung veröffentlicht, mit der Admins ihre SharePoint-Server gegen Angriffe härten und besser schützen können. IT-Verantwortliche sollten die Anleitung einmal prüfen und gegebenenfalls darin gegebene Tipps umsetzen.