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Microsoft: Verdreifachung in Sicht? Konzern dementiert

Technologie

Größer als ganz New York? Der KI-Boom bringt Microsoft an eine Grenze: Dem Konzern fehlt Rechenleistung. Kunden müssen warten, interne Dienste geraten unter Druck, Wettbewerber wittern ihre Chance. Nun soll Microsoft seine Rechenzentrumskapazität angeblich massiv ausbauen.

Bloomberg berichtet von einer internen Planung, die eine Verdreifachung bis 2032 vorsieht. Demnach soll die Kapazität von derzeit rund 12 auf mehr als 38 Gigawatt steigen. Gemeint sind eigene und gemietete Rechenzentren weltweit.

Die Größenordnung wäre enorm: 38 Gigawatt entsprechen mehr als dem Stromverbrauch des US-Bundesstaats New York in Spitzenzeiten!

Microsoft-Sprecher Frank Shaw erklärte nach Veröffentlichung des Berichts, die genannten Planungszahlen seien nicht korrekt. Weitere Angaben machte der Konzern nicht.

Die Investitionen in die Infrastruktur laufen trotzdem auf Hochtouren. Im vergangenen Geschäftsjahr gab Microsoft rund 145 Milliarden Dollar für Investitionen in Rechenzentren, Server und andere Infrastruktur aus. Die Summe dürfte weiter wachsen.

Temu und selbst eigene Plattform mussten zur Konkurrenz

Die Nachfrage nach Cloud-Diensten und Anwendungen mit künstlicher Intelligenz steigt schneller als die verfügbare Rechenleistung. In wichtigen Regionen der USA und Europas musste Microsoft neue Cloud-Abonnements zeitweise begrenzen. Einige Kunden wichen deshalb auf Konkurrenten aus.

Der chinesische Onlinehändler Temu soll einen größeren Vertrag mit Oracle abgeschlossen haben, nachdem Microsoft in den gewünschten Regionen keine zusätzliche Kapazität bereitstellen konnte.

Auch die konzerneigene Programmierplattform GitHub bekam die Engpässe zu spüren. Im August war der Dienst fast acht Stunden lang gestört. GitHub musste teilweise auf Rechenzentren von Amazon Web Services ausweichen.

Microsoft baut deshalb unter Hochdruck neue Standorte.

Vor rund zwei Jahren hatte Microsoft den Ausbau seiner Rechenzentren zeitweise noch gebremst. Finanzchefin Amy Hood wollte eine Überversorgung vermeiden. Heute gilt die damalige Entscheidung intern offenbar als ein Grund für die aktuellen Engpässe.

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