DAX +2,24 % 26.202,35 Pkt 18:00:00 MDAX +1,81 % 32.559,91 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,94 % 6.486,70 Pkt 18:00:00 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,98 % 65.861,00 Pkt 04:35:03 Gold +3,84 % 4.188,70 USD 05:27:03 Silber +5,90 % 61,07 USD 05:27:03 Brent -6,48 % 78,34 USD 05:23:56 WTI -7,16 % 74,59 USD 05:26:59 Bitcoin +0,05 % 64.083,94 USD 05:37:02 EUR/USD +0,28 % 1,15390 USD 05:36:57 EUR/GBP +0,04 % 0,85730 GBP 05:37:05 EUR/CHF -0,09 % 0,93170 CHF 05:37:05 EUR/JPY +0,22 % 181,673 JPY 05:37:06

Microsoft warnt: Deshalb sollten Sie Hotel-WLANs meiden

Technologie

Microsoft hat eine weltweite Cyberangriff-Kampagne aufgedeckt, die gezielt öffentliche WLAN-Netzwerke in Hotels und Konferenzzentren kompromittiert. Die Kampagne mit dem Namen CaptiveCrunch wird der russischen Hackergruppe Storm-2945 zugeschrieben, einer Untergruppe von Midnight Blizzard – auch bekannt als APT29 oder Cozy Bear. Westliche Behörden bringen diese Gruppe mit dem russischen Auslandsgeheimdienst SVR in Verbindung. Microsoft beobachtet die Aktivitäten seit mindestens Mai 2026. So funktioniert der Angriff Die Angreifer manipulieren DNS- und HTTP-Anfragen an den WLAN-Zugangspunkten. Statt der üblichen Anmeldeseite sehen Nutzer gefälschte Aufforderungen, Browser-Updates, Windows-Updates oder Sicherheitsprogramme zu installieren. Auch nachgebaute Microsoft-365-Anmeldeseiten kommen zum Einsatz, um Zugangsdaten abzufangen. Wer auf die Aufforderungen eingeht, lädt Schadsoftware auf sein Gerät. Hauptsächlich betroffen sind Windows-PCs, aber auch Android-Smartphones könnten Ziel der Attacken sein. Die eingeschleuste Malware hat es in sich: Das Programm "CornFlake" funktioniert als vollwertiger Fernzugriffstrojaner. Es protokolliert Tastatureingaben, erstellt Screenshots, greift auf Mikrofon sowie Webcam zu und stiehlt Browser-Passwörter sowie Cookies. Ein zweites Tool namens "ChocoShell" konzentriert sich auf den Diebstahl von Anmeldedaten für Microsoft 365 und Azure, gespeicherten Browser-Passwörtern und WLAN-Zugangsdaten. Die Angreifer steuern die infizierten Geräte über ein eigenes Kontrollpanel namens "FruitStone". Auch Zwei-Faktor-Schutz umgangen Besonders raffiniert: Die Hacker setzen auch auf sogenanntes Device-Code-Phishing, bei Messengern auch bekannt als GhostPairing. Dabei versuchen die Angreifer, ein zweites Gerät mit dem Konto zu verknüpfen, und brauchen dafür einen Code von den Opfern. Wer diesen weitergibt oder auf einer Phishingseite einträgt, autorisiert die Geräte der Hacker. Microsoft beobachtet diese Methode bei Midnight Blizzard bereits seit August 2024, die Einbindung in manipulierte Hotel-WLAN-Netze ist jedoch neu. So schützen Sie sich Microsoft rät Reisenden, Hotel-WLANs und WLANs an Konferenzzentren grundsätzlich als unsicher zu betrachten. Wenn möglich, sollten Nutzer auf das mobile Datennetz oder einen persönlichen Hotspot ausweichen. Wichtig: Niemals auf Aufforderungen reagieren, die nach dem Verbinden mit einem WLAN zum Download von Updates, Zertifikaten oder Sicherheitsprogrammen auffordern. Echte Updates werden ausschließlich über die eingebaute Update-Funktion des Betriebssystems oder der jeweiligen App eingespielt – niemals über ein Browser-Fenster.

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