Midterms: Donald Trump gibt vorzeitig Stimme für US
Der US-Präsident, dessen Republikanern bei den sogenannten Midterms eine empfindliche Niederlage droht, trug anschließend einen Aufkleber mit der Aufschrift »I voted« (Ich habe gewählt) am Revers seines Sakkos.
Von Journalisten auf das Thema Korruption angesprochen, das viele Wähler umtreibt, sagte Trump, die »echte Korruption« gebe es bei den oppositionellen Demokraten. Der Präsident wiederholte zudem die Falschbehauptung, er habe die Präsidentschaftswahl 2020 eigentlich gewonnen: »Es war eine manipulierte Wahl, aber ich habe mit Millionen Stimmen Vorsprung gewonnen.«
Insbesondere beim Repräsentantenhaus haben sie gute Chancen. Die US-Wähler nutzen die Midterms traditionell dazu, die Partei des Präsidenten abzustrafen. Trump kommt zudem in Umfragen auf historisch schlechte Zustimmungswerte, unter anderem wegen steigender Lebenshaltungskosten und des in der Bevölkerung unbeliebten Irankriegs.
In den USA können Wähler schon vor dem eigentlichen Wahltag ihre Stimme abgeben, entweder persönlich oder per Briefwahl. Trump hat Briefwahlen immer wieder kritisiert. Er bezeichnet sie als betrugsanfällig, obwohl es keinerlei Hinweise auf weitverbreiteten Wahlbetrug in den USA gibt.
Beobachter befürchten, dass Trump bei einer Niederlage seiner Republikaner bei den Midterms erneut Wahlbetrugsvorwürfe erheben könnte. Die Demokraten könnten dem Präsidenten mit einer Mehrheit in einer oder beiden Kongresskammern das Regieren deutlich erschweren.
Schmutziger Wahlkampf: Die Demokratin Amy Acton hat Chancen, Gouverneurin von Ohio zu werden. Dass sie als Kind von ihrem Stiefvater mutmaßlich missbraucht wurde, schlachtet die politische Gegenseite im Wahlkampf aus. Darüber sind sogar Republikaner entsetzt .