Midterms: Plötzlich könnten Korruptions-Vorwürfe Donald Trump Stimmen kosten
Washington. Ein Flugzeug, geschenkt von Katar, zweifelhafte Aktiendeals, dubiose Kryptogeschäfte – seit Beginn seiner Amtszeit schlagen US-Präsident Donald Trump und seine Familie finanziellen Profit aus ihr. US-Medien griffen das Thema immer wieder auf. Doch lange Zeit blieb der große Aufschrei aus. „Es kümmert niemanden“, sagte Trump Anfang des Jahres in einem Interview mit der „New York Times“ zu den Geschäften, die er und seine Familie machen.
Doch kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen dreht sich die Stimmung. Am 3. November werden das komplette Repräsentantenhaus, Teile des Senats und in mehreren Staaten neue Gouverneure gewählt. Die Wahl gilt als richtungsweisend für den Rest von Trumps Amtszeit.
Nur wenige Tage vor der Abstimmung zeigen mehrere Umfragen, dass Korruption zum wichtigsten Thema bei den Wählern aufgerückt ist. Am Freitag veröffentlichte der TV-Sender CNBC eine Umfrage, bei der 36 Prozent der Befragten die Korruption in der Regierung als eines der derzeit wichtigsten Probleme des Landes nannten. Erst an zweiter Stelle standen mit 34 Prozent die Kosten für Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs, gefolgt vom Schutz der Demokratie und den Benzinpreisen, die jeweils 23 Prozent nannten.