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Migration/Mallorca: Zwei Gerettete schildern Tod von 17 Migranten auf dem Mittelmeer

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 04.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Flucht nach Europa Offenbar mehr als ein Dutzend Migranten vor Mallorca gestorben Die spanischen Behörden haben zwei Menschen gerettet, die aus Nordafrika mit einem Boot die Balearen erreichen wollten. Die Überlebenden berichten, sie seien 15 Tage auf See getrieben, 17 Menschen seien gestorben. 04.08.2026, 18.45 Uhr Bis zu 17 Migranten sind offenbar bei dem Versuch gestorben, mit einem Boot die Balearen zu erreichen. Das berichten die spanische Zeitung »El País« und die Regionalzeitung »Diario de Mallorca« unter Berufung auf zwei Überlebende. Zuvor sollen sie mehr als zwei Wochen auf dem Meer getrieben sein. Die regionale Ministerpräsidentin Marga Prohens sprach in einem Beitrag auf X von einem »humanitären Drama« und forderte die Zentralregierung in Madrid auf zu handeln. Dieses Jahr erreichten nach Angaben des Innenministeriums in Madrid bereits etwa 4000 Migranten die Balearen auf dem Seeweg. Die Inselgruppe ist neben den Kanaren, der Mittelmeerküste und den EU-Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika eine der wichtigsten Ankunftsregionen für Migranten in Spanien. In der Nacht von Montag auf Dienstag seien nun die beiden Männer aus dem Maghreb gegen drei Uhr morgens etwa 25 Kilometer südwestlich von Mallorca aus dem Meer gerettet worden, heißt es in den Berichten, die von den Behörden bestätigt wurden. Die Überlebenden seien mit Anzeichen von Dehydrierung und Unterernährung in ein Krankenhaus auf Mallorca gebracht worden. 15 Tage lang soll das Boot manövrierunfähig auf dem Meer getrieben sein, die übrigen 17 Menschen seien während der Überfahrt gestorben, werden die beiden Überlebenden zitiert. Die spanische Seenotrettung leitete eine Suchaktion im Gebiet südwestlich von Mallorca ein: Ein Hubschrauber war im Einsatz, Schiffe in der Umgebung wurden aufgefordert, nach möglichen Überlebenden Ausschau zu halten. Ebenfalls am Dienstag bargen Seenotretter und die spanische Polizeieinheit Guardia Civil 15 weitere in Seenot geratene Migranten aus einem Boot rund 55 Kilometer südwestlich von Ibiza. Die Stadt schloss ihre Läden – und Zehntausende Menschen standen ohne Wasser da: Noch immer harren viele Migranten in Ceuta aus. Manche Einheimischen errichten Barrikaden, andere verteilen Essen, Rechtsradikale nutzen die Verzweiflung aus. Und Migranten berichten: Marokko habe sie ermutigt. Mehr über die Krise in Ceuta lesen Sie hier . jml/dpa

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