Migrationspolitik: Hunderte Menschen protestieren an Flughäfen gegen Abschiebungen
Bei einem bundesweiten Aktionstag haben an mehreren Flughäfen Hunderte Menschen gegen Abschiebungen und Abschiebehaft demonstriert. In der Nähe des Münchner Flughafens in Oberding haben gut 700 Menschen protestiert. In Leipzig schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf rund 400, in Frankfurt auf rund 300 und in Berlin-Brandenburg auf rund 150 Menschen. An den Airports Köln/Bonn und Düsseldorf sprach die Polizei von jeweils rund 50 Demonstranten.
Das Aktionsbündnis ging von höheren Zahlen aus und sprach von „mehreren Tausend Personen“, die sich an den Aktionen der verschiedenen Initiativen beteiligt hätten. Parallel zu den Protesten an den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Leipzig und München habe es Demonstrationen in weiteren Städten gegeben – darunter in Bielefeld und Hannover.
Proteste gegen geplante „Abschiebeterminals“
In Frankfurt richten sich die Proteste laut dem Netzwerk „We'll come united“, das gemeinsam mit regionalen Akteuren zu den Protesten aufgerufen hatte, auch gegen ein geplantes „Abschiebeterminal“. Das Geld, das für Abschiebungen ausgegeben werde, sollte stattdessen in Maßnahmen zur Integration geflüchteter Menschen investiert werden, sagte eine Sprecherin: „Wir wenden uns gegen jegliche Infrastruktur hinter Abschiebungen und fordern Bewegungsfreiheit für alle Menschen.“