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Mindestens neun Tote: Neue russische Luftangriffe auf Ukraine

Welt

Russland hat ukrainischen Angaben zufolge Kiew und andere Großstädte erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurden allein in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Saporischschja mindestens sechs Menschen getötet und weitere 19 verletzt, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schrieb. Es seien Industrieanlagen und Infrastruktur angegriffen worden. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X schrieb, soll Russland bei dem Angriff auf die Großstadt unter anderem ballistische Raketen aus Nordkorea verwendet haben. "Es war ein grausamer Angriff, der darauf abzielte, maximalen Schaden speziell an der zivilen Infrastruktur zu verursachen", so Selenskyj. Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge galt der Angriff dem örtlichen Stahlwerk in Saporischschja. Weitere ukrainische Regionen unter Beschuss Weitere russische Angriffe mit Drohnen und Artillerie töteten im Gebiet Dnipropetrowsk nach Behördenangaben mindestens drei Menschen. Zudem seien fünf Menschen verletzt worden, teilte Militärgouverneur Olexander Hanscha bei Telegram mit. Unter den Toten sei auch ein 15-jähriger Junge. Den Angaben zufolge gab es mehr als 20 Angriffe auf Ziele in insgesamt fünf Landkreisen. Präsident Selenskyj zufolge gab es auch Angriffe auf Umspannwerke in den Städten Cherson und Charkiw. Es sei zu Stromausfällen gekommen. Aus der Hauptstadt Kiew wurde zunächst ein Verletzter gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram: "Explosionen in der Hauptstadt. Die Stadt steht unter Beschuss. Bleiben Sie in den Schutzräumen." Die Rettungsteams seien unterwegs. Das russische Verteidigungsministerium meldete, ein Sortierzentrum des Postunternehmens Nova Post in Kiew beschossen zu haben. Dieses habe auch zur Lagerung und Verteilung von Drohnenbestandteilen und Komplexen der elektronischen Kriegsführung gedient, behauptete die Behörde. Darüber hinaus sei ein großes Lagerhaus mit etwa 50.000 Quadratmetern Fläche in der Hauptstadt angegriffen worden, das als Drohnendepot gedient haben soll. Ukraine fehlen Abfangraketen Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte verstärkt. Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen gelten die von den USA produzierten "Patriot"-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere, aber nicht genügend Abfangraketen. Brände in Russland nach ukrainischen Angriffen gemeldet Die Ukraine setzte wiederum bei neuen massiven Drohnenangriffen im russischen Hinterland eine Ölraffinerie und Lagerhallen des landesweit größten Online-Versandhändlers Wildberries in Brand. Im Gebiet Woronesch brannten Zehntausende Quadratmeter Lagerfläche, wie Gouverneur Alexander Gussew mitteilte. Bei dem Angriff sei ein 49 Jahre alter Mann tödlich verletzt worden. Es gebe auch zwei Verletzte, sagte er. In Orsk im Gebiet Orenburg an der Grenze zu Kasachstan geriet nach Meldungen in den sozialen Netzwerken nach einem Drohnenangriff ebenfalls eine Ölraffinerie in Brand. Auch die ukrainische Armee berichtete davon, eine Raffinerie in Orsk beschossen zu haben. Gouverneur Jewgeni Solnezew bestätigte lediglich ein Feuer in einem Industrieobjekt nach der Attacke. Er sagte nicht, dass es sich um eine Raffinerie gehandelt habe. Verletzte gab es demnach keine. Einen dritten Brand in einer Ölraffinerie meldete die russische Staatsagentur Tass aus Komsomolsk am Amur - im äußersten Osten des Landes. Zur Ursache für das Feuer oder zu Drohnenangriffen in der Region gab es zunächst keine Angaben.

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