Ministerium sagt Prüfung für 37.000 Schüler ab
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Schülerin aus Oberbayern fotografiert Mathetest – Ministerium sagt Prüfung für 37.000 Schüler ab
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Eine Schülerin am Josef-Effner-Gymnasium Dachau soll die Aufgaben fotografiert haben. Der bayernweite Mathetest für 37.000 Zehntklässler wurde abgesagt.
Dachau – Ein bayernweiter Mathetest für rund 37.000 Zehntklässler an Gymnasien ist kurzfristig abgesagt worden, weil die Aufgaben vorab in sozialen Medien kursierten. Die Spur führt offenbar an das Josef-Effner-Gymnasium in Dachau, wo eine Schülerin die erste Seite der Prüfung abfotografiert haben soll.
Eine Schülerin soll am Josef-Effner-Gymnasium Dachau die erste Seite des Mathetests fotografiert haben, der offen im Sekretariat lag.
Das Foto verbreitete sich am Dienstag über soziale Medien unter Schülerinnen und Schülern.
Am Mittwochabend sagte das Kultusministerium den für Donnerstag geplanten Jahrgangsstufentest ab.
Aufgaben lagen offen im Sekretariat des Dachauer Gymnasiums
Laut mehreren voneinander unabhängigen Quellen gegenüber den Dachauer Nachrichten hatte die Schülerin Zugang zu den Unterlagen, weil diese offen zugänglich im Sekretariat der Schule gelegen hätten. Das Kultusministerium bestätigte auf Anfrage, dass „die Aufgabenstellung des für Donnerstag, 1. Oktober 2026, vorgesehenen Jahrgangsstufentests Mathematik, 10. Jahrgangsstufe, in Folge eines Versehens an einer einzelnen Schule vorzeitig bekannt geworden ist“. Welche Schule konkret betroffen war, wollte eine Sprecherin nicht nennen. Schulleiter Peter Mareis äußerte sich trotz mehrfacher Anfrage nicht.
Da eine Gleichbehandlung aller Prüflinge nicht mehr gewährleistet werden konnte, wurde der Test gestrichen. Das Ministerium empfahl den Schulen, die Aufgaben für eine unbenotete, schulinterne Lernstandserhebung zu nutzen. Die Ergebnisse sollen nicht an das Ministerium übermittelt werden. Die Sprecherin erklärte zudem, man habe die Schulen „nach dem ähnlichen Vorfall vor einem Jahr (Jahrgangsstufentest Englisch) nochmals eindringlich in einem Schreiben auf die Notwendigkeit der sicheren Verwahrung und Geheimhaltung“ hingewiesen. „Umso bedauerlicher ist dieser erneute Vorfall, den wir intensiv prüfen werden“, so die Sprecherin.
Dachau ist eine Große Kreisstadt und Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern, rund 20 Kilometer nordwestlich von München.
Keine Auskunft zu Konsequenzen für die Schülerin in Dachau
Welche Folgen der Vorfall für die betreffende Schülerin hat, ließ das Ministerium offen. Ebenso blieb unbeantwortet, weshalb kein Ersatztest bereitstand. Das Fehlen solcher Alternativprüfungen sei bereits mehrfach kritisiert worden, sagte eine Lehrerin den Dachauer Nachrichten. Der Leistungstest war schon vor den Sommerferien angekündigt worden und sollte als kleiner Leistungsnachweis zählen. Viele Schülerinnen und Schüler hatten sich intensiv darauf vorbereitet.