Missbrauchs-Fall in Österreich: Mann „verkauft“ Ehefrau
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Grausamer Fall aus Österreich: Ehemann „verkauft“ betäubte Ehefrau, sie stirbt – Ermittler fassungslos
Von: Patrick Huljina
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In Österreich wurde eine Frau im Juni tot aufgefunden. Ihr Mann soll sie über Monate missbraucht und an fremde Männer „verkauft“ haben.
Wels – Ein Fall, der selbst erfahrene Ermittler fassungslos macht, erschüttert derzeit Österreich: Im oberösterreichischen Marchtrenk soll ein 51-jähriger Lkw-Fahrer seine Ehefrau über Monate systematisch betäubt und fremden Männern zum sexuellen Missbrauch überlassen haben – teils gegen Bezahlung von bis zu 500 Euro. Die 40-jährige Mutter überlebte das Martyrium nicht.
In der Nacht vom 25. auf den 26. Juni 2026 wurden Rettungskräfte und Polizei zu einem Reihenhaus in Marchtrenk (Bezirk Wels-Land) gerufen. Dort empfingen sie den 51-jährigen Vater und seine aufgelöste jugendliche Tochter – das Mädchen hatte die Mutter blutüberströmt im Ehebett gefunden. Die Frau konnte nicht mehr gerettet werden. Die Rettungskräfte stellten noch vor Ort ihren Tod fest. Aufgrund der schweren Verletzungen im Genital- und Bauchbereich ordneten die Behörden sofort eine Obduktion an.
Grausamer Fall aus Österreich: Ehemann „verkauft“ betäubte Ehefrau, sie stirbt – Ermittler fassungslos
Laut Krone.at erklärten die zuständigen Mordermittler, sie hätten „noch nie so einen Fall“ erlebt. Die Details sind erschreckend. Der 51-jährige Lkw-Fahrer und Ehemann des Opfers soll seine Frau über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr systematisch betäubt haben – um sie dann Fremden zum sexuellen Missbrauch zu überlassen. Laut Zeugenaussagen kassierte er dafür teils 500 Euro. In Chatprotokollen auf seinem Handy bezeichnete er seine Frau unter anderem als „totes Fleisch“. Der Akt der Ermittlungen umfasst bereits 1000 Seiten.
Die Staatsanwältin am Landesgericht Wels zog intern einen erschreckenden Vergleich: Sie spricht laut Krone.at von „Pelicot 2.0“ – eine Anspielung auf den aufsehenerregenden Fall in Frankreich, bei dem ein Ehemann seine Frau ebenfalls betäubte und Dutzende Männer zum Missbrauch einlud.
Ehemann und weiterer Verdächtiger festgenommen – weitere Beschuldigte wohl im Visier
Die Auswertung von Handychats führte die Ermittler zu einem weiteren Verdächtigen: ein ebenfalls 51-jähriger Mann, der laut ORF Oberösterreich auch in der Todesnacht im Haus in Marchtrenk anwesend gewesen sein soll. Er soll die bewusstlose Frau bereits zuvor mehrfach vergewaltigt haben. Laut Staatsanwaltschaft Wels verließ er das Haus allerdings nachweislich noch vor dem Tod der Frau. Er sei „vollinhaltlich geständig und zeige Reue“.
Der Ehemann selbst gab in Befragungen sexuelle Handlungen zu, sprach jedoch von einem Unfall und behauptete, seine Frau sei stark betrunken gewesen. Beide Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Weitere Beschuldigte sollen den Berichten zufolge im Visier der Ermittler sein.
Die Staatsanwaltschaft Wels ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person mit Todesfolge – ein Vorwurf, auf den in Österreich lebenslange Haft steht. Dem Ehemann droht damit die Höchststrafe. Wie viele Männer insgesamt in das jahrelange Martyrium der Frau verwickelt sind, ist noch Gegenstand laufender Ermittlungen. (Quellen: Krone.at, ORF Oberösterreich, Salzburger Nachrichten) (ph)