Missglückter Brückeneinhub in Kirchhundem wird
110 Jahre lang rollten unzählige Personen- und Güterzüge über die alte Eisenbahnbrücke in Kirchhundem. In der Nacht zu Mittwoch, 9. September, sollte nun eine neue Ära beginnen. Doch der geplante Einhub der neuen Stahlfachwerkbrücke verlief anders als vorgesehen. „Der Einhub hat nicht wie geplant funktioniert. Jetzt liegt es da“, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Mittwochmorgen, vor Ort.
Dafür müssen auf rund 270 Metern Gleis unter anderem etwa 400 Schwellen sowie Schienen und Schotter eingebaut werden. Hinzu kommen die Wiederherstellung der Oberleitungsanlage und Kabelarbeiten.
Ob der 15. September noch zu halten ist, konnte die Bahn am Mittwochmorgen nicht sagen. Auch ein neuer Termin für den Brückeneinhub stand zunächst nicht fest. Darüber will die Deutsche Bahn informieren, sobald die Untersuchungen abgeschlossen und die nächsten Schritte geklärt sind. Ein ähnlich gelagerter Fall war dem Bahnsprecher nicht bekannt..
Der Einhub selbst ist eine technisch anspruchsvolle Angelegenheit. Die neue Fachwerkbrücke ist rund 57 Meter lang, elf Meter breit und 5,5 Meter hoch. Auf ihr verlaufen künftig zwei Gleise. Für den Transport kam ein sogenannter SPMT zum Einsatz – ein selbstfahrendes Transportfahrzeug mit zahlreichen einzeln steuerbaren Achsen, das wegen seines Aussehens auch als „Tausendfüßler“ bezeichnet wird.
Auch die Sprengung einer Autobahnbrücke sorgte vor einigen Wochen für Aufsehen. Die A 45-Talbrücke Ottfingen fiel endgültig erst beim zweiten Anlauf. Alle Infos dazu findet ihr hier.