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Mit 13 Jahren: Dieser Junge eröffnet eigenen 3D-Druck-Shop in Hamm

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Mit 13 Jahren: Dieser Junge eröffnet eigenen 3D-Druck-Shop in Hamm

Von: Holger Krah

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Seit einem Jahr verkauft Moritz selbst gedruckte Deko aus einem Holzhäuschen in Westtünnen. Die Nachfrage steigt rasant, inzwischen folgen ihm 160 Kunden auf WhatsApp.

Westtünnen – Große Träume erfordern manchmal Mut und Eigeninitiative. Als sich der 13-jährige Moritz Spork vor einem Jahr seinen Traum von einem eigenen 3D-Drucker erfüllte, war sein Erspartes erst einmal komplett aufgebraucht.

Um das Geld wieder einzunehmen, hatte der Schüler des Beisenkamp-Gymnasiums eine kreative Idee: Am 1. Oktober 2025 eröffnete er seinen eigenen kleinen Selbstbedienungs-Shop unter dem Namen „Moritz’ Wunderkiste“ in Westtünnen (Delpstraße 7). Jetzt feiert das Mini-Unternehmen einjähriges Bestehen.

Schriftzüge, Deko und Saisonartikel

​Mit viel technischem Verständnis, digitalem Geschick und Gespür für 3D-Konstruktionen fertigt Moritz dekorative Schriftzüge, Tür- und Fensterdekorationen, Aufsteller sowie saisonale Dekoartikel an. Jetzt im Herbst boomen natürlich Kürbisse – klassisch oder mit lustigen wackelnden Beinen – oder Herbstblätter in den typischen Farben.

„Anfangs hatte Moritz seine 3D-Schriftzüge, Türschilder und sonstigen Artikel in einfachen Holzkisten präsentiert“, erzählt seine Mutter. Doch als der Erfolg immer größer wurde, hatten sein Vater und Moritz ein Holzhäuschen gefertigt, um dort die 3D‑Artikel zu zeigen. Seitdem steht „Moritz‘ Wunderkiste“ auf dem Grundstück der Sporks an der Delpstraße 7, und immer öfter halten Spaziergänger und auch Autofahrer an.

Das Prinzip des Shops basiert voll und ganz auf Vertrauen: Kunden können die Produkte tagsüber kontaktlos vor Ort aussuchen und wahlweise passend in bar in einer kleinen Kasse oder bequem per PayPal bezahlen. Jeden Abend schließt der Nachwuchs-Tüftler sein kleines Geschäft wieder sorgfältig ab.

Wegen großer Nachfrage musste ein neuer Drucker her

Was als kleines Projekt begann, um die Spardose wieder zu füllen, ist in der Nachbarschaft längst zu einer festen Anlaufstelle geworden. Die Nachfrage ist mittlerweile so groß, dass Moritz seine Kapazitäten aufrüsten musste: Inzwischen läuft bei ihm schon ein zweiter 3D-Drucker heiß, um alle Bestellungen und den Shop-Nachschub zu bewältigen. Der erste Drucker hat bereits 2500 Druckstunden auf dem Buckel.

​Über seinen WhatsApp-Kanal hält Moritz mittlerweile rund 160 treue Follower auf dem Laufenden. Neben dem festen Sortiment im Shop setzt der 13-Jährige dank seiner technischen Kenntnisse auch individuelle Kunden- und Sonderwünsche auf Anfrage eigenständig um.

Die trudeln bei ihm oft über den WhatsApp-Kanal ein. In seiner „Wunderkiste“ hat er auch QR-Codes angebracht, über die Interessierte auf seine Seite gelangen. „Manch einer nutzt aber noch ganz klassisch den Zettelblock, den Moritz in seiner ,Wunderkiste‘ platziert hat, und notiert drauf seine Wünsche“, erzählt seine Mutter.

Last-Minute-Geschenke für die Mama

Und was sind das für Wünsche? „Der Namenszug der Familie in Blau oder ein Herz für eine Hochzeit“, zählt die Mutter auf. „Gerade erst hat eine Dame bei uns geklingelt und gefragt, ob wir für die Geburt eines Babys ein kleines Geschenk hätten“, berichtet Moritz‘ stolze Mutter.

Gerade Last-Minute-Geschenke seien gefragt: Schriftzüge wie „I love Mom“ oder „Mama, du bist die Beste“ seien zum Muttertag der Renner gewesen.

Uni-Kurs für neue Ideen besucht

In den Sommerferien hatte Moritz einen 4‑Tage-Kurs „3D‑Modellierung“ an der HSHL besucht und dort neue Erkenntnisse und Ideen gesammelt.

​Unterstützung bekommt er von der ganzen Familie, auch wenn das Hauptgeschäft fest in seiner Hand liegt: Während Papa bei technischen Reparaturen und Druckerproblemen zur Seite steht, unterstützt Mama bei den organisatorischen Dingen im Hintergrund. ​

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