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"Mit AfD Deutschland sanieren": Theo Müller schlägt Merz eine Minderheitsregierung vor

Nation

Der Molkerei-Unternehmer Theo Müller hat aus seiner Sympathie für die Alternative für Deutschland nie einen Hehl gemacht. Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt plädiert er für eine CDU-Minderheitsregierung, die auch mit der AfD zusammenarbeitet.

Der Unternehmer Theo Müller hat Bundeskanzler Friedrich Merz zur Bildung einer Minderheitsregierung mit Unterstützung der AfD aufgerufen. Der "Welt am Sonntag" sagte der 86 Jahre alte Mehrheitsgesellschafter der Molkereigruppe Müller, Merz solle die SPD aus der Regierung entlassen und mit wechselnden Mehrheiten regieren. "Da bliebe nur die AfD übrig", sagte Müller. Ideal sei aus seiner Sicht: "Schwarz und Blau. Dann wäre Deutschland bald saniert."

Er habe AfD-Chefin Alice Weidel, mit der er nach eigenen Angaben befreundet ist, nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt geschrieben: "Gratuliere zum sensationellen Erfolg!" Die Bürger von Sachsen-Anhalt hätten ein Signal an das ganze Land gesendet, sagte Müller. "Mit der bisherigen Politik kann es so nicht weitergehen." Auf die Frage, ob es AfD-Positionen gebe, die er ablehne, sagte Müller: "Ein Austritt aus der EU oder aus dem Euro ginge mir zu weit."

Debatte über "Remigration" hält Müller für überzogen

Die Debatte über den AfD-Begriff "Remigration" bezeichnete Müller, der CSU-Mitglied ist, als überzogen. Er habe das AfD-Programm gelesen. "Remigration bedeutet da: Wer ein Recht hat, bei uns zu bleiben, der kann davon Gebrauch machen. Und wer kein Recht hat, weil er illegal in Deutschland ist, der muss das Land verlassen", sagte Müller. "Das ist doch selbstverständlich."

Müller forderte ein Schuldenverbot, das Ende der Energiewende, den Abbau von Subventionen, eine restriktivere Migrationspolitik und die Einstellung der Entwicklungshilfe, ebenso der Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland.

Die Energiewende bezeichnete er als "Wende ins Nichts" und empfahl, CO2-Zertifikatehandel, Einspeisevergütung und Subventionen für erneuerbare Energien abzuschaffen: "Das kann alles weg. Diese "Wende ins Nichts" hat bis jetzt eine halbe Billion Euro gekostet. Das sind 500 Milliarden! Und sie soll bis 2050 weitere fünf Billionen kosten."

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