Mit Butter oder Margarine: Verrät die Form des Croissants den Inhalt?
Das Zutatengeheimnis Croissant-Lüge? Bäcker klären auf Von Jennifer Buchholz 25.07.2026 - 08:35 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Gerade oder gebogen – die Form eines Croissants soll verraten, ob es mit Butter oder Margarine gebacken wurde. t-online fragt nach. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Deutschen essen mindestens einmal pro Woche ein Croissant – und das am liebsten am Wochenende. Doch die Form des Feingebäcks variiert: Einige sind gebogen, andere gerade. In Frankreich soll das einen einfachen Grund haben. Gilt das auch für Deutschland? Zwei verschiedene Varianten Laut Berichten mehrerer französischer Medien sagt die Form eines Croissants viel über seine Zutaten aus. So soll das gewöhnliche Croissant, das "Croissant ordinaire", oft mit Mehl, Wasser, Zucker, Salz, Hefe und Margarine hergestellt werden. Teilweise wird auch zu Mischfett – also Margarine und Butter – gegriffen. Das "Croissant au beurre" wird hingegen mit Butter statt mit Margarine hergestellt. Dadurch erhält es seinen einzigartigen, buttrigen Geschmack und seine schmelzende Textur, die von vielen geschätzt wird. Doch die Textur und der Geschmack lassen sich von außen nicht erkennen. Da soll ein Blick auf die Form helfen. So sollen Buttercroissants in Frankreich eher eine gerade Form und gewöhnliche Croissants die eines Halbmonds haben. Empfohlener externer Inhalt Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. Instagram-Inhalte immer anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen. Bäckerverband widerspricht Mythos Laut der Confédération Nationale de la Boulangerie-Pâtisserie Française (CNBPF), der professionellen Organisation, die handwerkliche Bäcker in Frankreich vertritt, stimmt das nicht. Demnach gibt es keine spezifischen Regeln für die Form von Croissants. Es ist lediglich festgelegt, dass für ein traditionelles Croissant Butter verwendet werden muss. Auch wenn es keine feste Regel gibt, stimmt es teilweise durchaus, dass gebogene Croissants eher mit Margarine hergestellt werden. So sind Croissants in französischen Supermärkten oftmals gebogen und mit Margarine hergestellt. Beim französischen Bäcker gibt es hingegen das traditionelle – also gerade und mit Butter. Und wie sieht es in Deutschland aus? t-online hat beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks nachgefragt. Die Antwort: Im deutschen Bäckerhandwerk gibt es keine allgemeingültige Unterscheidung zwischen einem halbmondförmigen und einem geraden Croissant. Ob ein Croissant gerade oder halbmondförmig gebogen hergestellt wird, entscheidet jede Bäckerei individuell. Zudem kann die Wahl der Form auch auf betriebliche Gewohnheiten, gewünschte Optik oder handwerkliche Traditionen zurückgehen, erklären die Experten. Das sind die Top-Fragen des Tages: Darüber hinaus ist in Deutschland nicht festgelegt, ob ein Croissant mit Butter, Margarine oder Mischfett herzustellen ist. So hat etwa ein Margarine-Croissant den Vorteil, dass es vegan ist. "Rechtliche Vorgaben beziehen sich vielmehr auf die Produktbezeichnung: Ein 'Buttercroissant' darf nur dann so genannt werden, wenn ausschließlich Butter verwendet wurde. Die Form des Gebäcks spielt dabei keine Rolle", erklärt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Der Zentralverband merkt zudem an, dass die Herstellung von Croissants mit Butter aufwendiger ist und mehr Sorgfalt und Expertise erfordert. "Dies liegt vor allem am unterschiedlichen Siedepunkt der Fette. Butter hat einen vergleichsweise niedrigen Siedepunkt, wodurch ein zu starkes Erhitzen das Gebäck zerstören kann." Margarine sei leichter zu verarbeiten.