Mit Diana-Doku-Plänen begibt sich Prinz Harry auf dünnes Eis
Im Video oben: Prinz Harry bereut folgenschweres Telefonat mit Diana bis heute
Die immer lauter werdenden Gerüchte um Prinz Harrys (42) angeblich geplante Doku über seine Mutter Prinzessin Diana (†36) werfen Fragen auf: Was ist mit dem bis zuletzt so zurückgezogenen Royal passiert, dass er einen solchen Kurswechsel ansteuert? Warum gerade jetzt? Und könnte hinter seinem Vorhaben sogar die Hoffnung auf den langersehnten Befreiungsschlag stecken? BUNTE.de blickt genauer auf die Hintergründe – und erklärt, warum sich Prinz Williams (44) Bruder mit der Umsetzung eines Filmes über seine Mutter auf dünnes Eis begeben würde.
Prinz Harrys Leben ist geprägt von Wut, Verbitterung und Angst
In seinem Buch „Spare“ (in der deutschen Fassung „Reserve“) rechnete Harry damals mit seiner königlichen Familie ab und ließ die Leser an seinem Gefühl, nur die Reserve zu sein, teilhaben. Schon damals thematisierte er auch den Tod seiner 1997 bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Mutter Diana, kritisierte die Paparazzi, die Jagd auf sie gemacht hatten und schilderte den Schmerz über seinen tragischen Verlust.
Niederlage vor Gericht und fehlende Privatsphäre rufen nach neuer Strategie
Sein Verhalten in den letzten Jahren zeugte vor allem von Wut, Verbitterung und Angst. Mit Ehefrau Herzogin Meghan (45) und den gemeinsamen Kindern zog er sich in die USA zurück, wollte vom royalen Leben nichts mehr wissen und ging in mehreren Sachen vor Gericht, um empfundenes Unrecht rechtlich feststellen zu lassen. So wollte er sich das Recht auf Polizeischutz für sich und seine Familie bei Aufenthalten in Großbritannien einräumen lassen und klagte zudem erfolglos wegen unrechtmäßiger Informationsbeschaffung gegen die Mediengruppe „Associated Newspapers“. Die Niederlagen zahlten weiter auf sein Negativkonto ein, ließen seine Ressentiments sicherlich weiter wachsen.
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Doku über Prinzessin Diana: Harrys Weg aus der Negativspirale?
Und hier kommt die Diana-Doku ins Spiel. Der Tod von König Charles' (77) Ex-Frau ist vielleicht nicht die Wurzel aller Probleme Harrys, doch er spielt wohl eine ziemlich große Rolle in allem, was danach passierte: Die Streitereien mit William, die Angst vor einem ähnlich tragischen Schicksal, die dauerpräsente Sorge um seine Familie und seine selbst erklärte „Paranoia“. Und während der Prinz zuvor zwar immer wieder auch nebenbei auf Diana zu sprechen gekommen war, könnte ein eigener Film über sie nun sein ehrliches Sprachrohr mit selbstermächtigender Wirkung werden.
Film über seine Mutter wäre Doppelmoral
Und genau diese Tatsache macht das Vorhaben, sollte es – wie berichtet wird – bereits in Arbeit sein, so brisant. Mit einer Dokumentation über Diana begäbe sich der 42-Jährige auf sehr dünnes Eis, müsste er sich im ersten Schritt doch zumindest erneut Doppelmoral vorwerfen lassen. Denn das Thema wieder so aufs Tapet zu bringen, widerspricht allem, was er in den letzten Jahren vorgelebt hatte.
Gelingt Harry der Befreiungsschlag durch Strategiewechsel?
Vielleicht ist es aber auch gerade das, was ihn jetzt zu dem Schritt bewegt. Die USA brachten ihm keine Privatsphäre, seine Klagen wurden abgewiesen, der Familienzoff verfestigte sich nur: alles scheint genau in die falsche Richtung gelaufen zu sein. Ein Strategiewechsel – von Rückzug auf volle Konfrontation in seiner Heimat Großbritannien – könnte die Lösung sein, mit der Harry seine schwierige Vergangenheit endlich konkret aufarbeitet. Ganz unabhängig von vorgeschobenen Nebenschauplätzen wie dem Brüderzoff oder der erbitterten Polizeischutz-Diskussion.
Doku-Pläne von Dianas Sohn könnten ihm Frieden verschaffen
Sollte Harry wirklich als Regisseur, Sprecher oder Darsteller in einem eigenen Film über Prinzessin Diana auftreten, würde er sich selbst endlich die Chance geben, ganz offen und ehrlich über sein Trauma zu sprechen, seine Sichtweise darzustellen und sich dem Thema ganz roh und ungeschönt zu widmen. Er könnte all das, was sich über Jahrzehnte hinweg aufgestaut hat, herauslassen und sich selbst den Raum geben, seinen Groll, seine Verzweiflung und auch seine Angst wirklich zu spüren.
Jetzt kommt es ganz auf Harrys Herangehensweise an
Damit könnte ein solches Vorhaben sein wohl ehrlichstes Projekt überhaupt werden. Zwar hatte auch „Spare“ diesen Anspruch, doch letztlich schien dieses eher von Rache getrieben, als von persönlicher Weiterentwicklung. Hier zeigt sich: die Herangehensweise an den Film wird entscheidend dafür sein, wie befreiend er sich letztlich für Harry aufwirken wird. Der Schuss könnte nämlich auch nach hinten losgehen, das Endergebnis negativ aufgefasst werden und damit seine geplante Wirkung verfehlen. Doch es besteht zugleich auch die Hoffnung, dass sein schwieriges und auch zurecht in Frage gestelltes Vorhaben ihm endlich den so lang ersehnten Frieden verschaffen kann.