Mitarbeiter – Ermittlungen wegen versuchtem Totschlag
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Ein Servicemitarbeiter des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) ist bei einem Angriff im Sicherheitsbereich schwer verletzt worden. Wie der rbb unter Berufung auf die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) berichtete, ereignete sich die Tat am 6. September kurz vor dem Abflug eines Air-Baltic-Fluges nach Tallinn. Zuerst hatte „Bild“ über den Fall berichtet.
Der Angreifer kam am Dienstag in Untersuchungshaft, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus auf Anfrage mitteilte. Gegen den 22-Jährigen wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.
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Wie ein Sprecher der Polizeidirektion in Südbrandenburg schilderte, waren zwei Fluggäste aus Estland zu spät zum Boarding gekommen. Deshalb sei ihnen am Gate verweigert worden, mitzufliegen. Es kam zum Streit mit dem 48 Jahre alten Mitarbeiter. Er war nach Angaben des Flughafens im Auftrag einer Airline mit dem Boarding vor dem Abflug der Maschine beschäftigt.
Situation artete schnell aus
Die Situation sei schnell „ausgeartet“, so der Sprecher der Polizei, die bislang keine Mitteilung zu dem Fall veröffentlicht hat. Der tatverdächtige 22-Jährige, der angetrunken gewesen sei, habe ziemlich heftig und oft zugeschlagen.
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Überwachungskameras sollen den Vorfall aufgezeichnet haben. Die Aufnahmen zeigen laut Medienberichten, dass der Angreifer über mehrere Minuten mit Fäusten und Tritten auf sein Opfer einschlug. Ein zweiter Mann soll währenddessen eingegriffen und mögliche Helfer auf Abstand gehalten haben. Der Vorfall ereignete sich am Gate A34 im Terminal 1 des Flughafens.
Nach den Berichten dauerte der Angriff nahezu drei Minuten. Der Mitarbeiter ging mehrfach zu Boden und versuchte wiederholt, sich in Sicherheit zu bringen. Auf den Aufnahmen ist zudem zu erkennen, dass der Täter wiederholt Schläge und Tritte gegen den Kopf seines Opfers richtete.
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Erst Passagiere sollen den Angreifer schließlich überwältigt haben. Während der Attacke waren auf den Videoaufnahmen weder Bundespolizei noch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes zu sehen.
Die Flughafenbetreiberin bestätigte den Vorfall offiziell. Flughafenchefin Aletta von Massenbach erklärte gegenüber dem rbb, dass das Ausmaß der Gewalt fassungslos mache. Der Mitarbeiter musste vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden.
Wie „Bild“ unter Berufung auf Kollegen des Mitarbeiters berichtet, musste der Mann noch in derselben Nacht notoperiert werden. Demnach war zwischenzeitlich unklar, ob er seine Sehfähigkeit behält. Laut Staatsanwaltschaft wurde er inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen.
ceb/lay/dpa