Mitarbeiter lassen Globus von Eisenhower versehentlich fallen
Bei einem missglückten Umzugsversuch haben Mitarbeiter von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth einem Medienbericht zufolge einen Globus beschädigt, der während des Zweiten Weltkriegs von General Dwight D. Eisenhower genutzt worden sein soll. Laut der „Washington Post“ (WP) befand sich die Weltkugel bereits im Pentagon, sollte aber in Hegseths Büro umgezogen werden.
Statt wie üblich geschulte Kuratoren für den Transport des historischen Exponats zu nutzen, habe das Team des Ministers seine eigenen Leute mit dem Umzug beauftragt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit dem Vorfall vertraute Personen.
„Sie verloren die Kontrolle über das Artefakt und ließen es fallen“, berichtete das Medium unter Berufung auf mit dem Vorfall vertraute Quellen. Dabei sei dieser auf seinen Sockel gekracht, und die Kugel sei am unteren Teil nahe der Antarktis durchbohrt worden.
Ein von der „Washington Post“ verbreitetes Foto zeigt an der Stelle ein klaffendes Loch. Die Plakette weist ihn demnach als historischen „Eisenhower-Globus“ aus, von dem das Pentagon zwei Modelle besitzt.
Der Vorfall habe sich bereits am 3. Februar ereignet, bestätigte das US-Militär der Zeitung. Das Verteidigungsministerium teilte demnach in einer Stellungnahme mit: „Unfälle passieren.“ Der historische Globus werde nun repariert.
Ein Pentagon-Mitarbeiter spielte den Vorgang auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP jedoch herunter. Bei dem Weltkugel-Modell habe es sich lediglich um „eine Nachbildung des Eisenhower-Globus“ gehandelt. Er tat den Bericht als „unbedeutende Scheingeschichte“ ab.
Eisenhower trug wohl maßgeblich zum Sieg über Nazi-Deutschland bei
Für Hegseth ist der Vorfall dennoch peinlich. Der frühere Moderator des Senders Fox News nennt sich „Kriegsminister“ und bemüht sich seit Amtsantritt im Januar 2025 um ein dominantes Auftreten. Zweifel an der Amtsführung des Veteranen aus den US-Kriegen im Irak und in Afghanistan kamen jedoch unter anderem in der sogenannten Signal-Affäre auf, in der Hegseth Militärgeheimnisse versehentlich mit einem Journalisten über den Messenger-Dienst teilte. Auch während des Iran-Kriegs kritisierte die Opposition wiederholt seine Entscheidungen.
„Hegseth wünscht sich ein Eisenhower-Symbol, um so zu wirken wie ‚Ike‘ – brillant im Krieg wie im Frieden“, zitierte die „Washington Post“ den früheren Brigadegeneral Ty Seidule, der an der renommierten Militärhochschule West Point unterrichtete. Eisenhower befehligte 1945 die Landung der Alliierten in der Normandie, die schließlich zur Niederlage Adolf Hitlers führte. Von 1953 bis 1961 war der Republikaner US‑Präsident. Er ließ sich oft neben Globen fotografieren.