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Mitarbeiter sagt – Stallorder unangebracht

Sport

Ferrari-Superstar Lewis Hamilton machte nach dem spannenden Niederlande-GP aus seinem Herzen keine Mördergrube. Der Engländer monierte: «Das war frustrierend. Ich hatte ein super Tempo, war auf einer anderen Strategie mit einem anderen Reifen. Leclerc hatte ganz klar Probleme auf dem mittelharten Reifen, und ich habe da Zeit verloren.»

«Um als Team die maximale Punktezahl herauszuholen, müssen wir besser zusammenarbeiten. Die Entscheidung hätte früher getroffen werden sollen. Ich denke, das hat uns einen Podestplatz gekostet.»

«Mein Ziel ist es, Ferrari zur WM zu führen. Wenn man gewinnen will, dann muss man solche Dinge tun (Hamilton meint einen Platzwechsel, M.B.). Das machen jedenfalls die Anderen. Wir müssen das definitiv diskutieren.»

Luigi Mazzola arbeitete von 1988 bis 2009 bei Ferrari. Als Chef des Test-Teams spielte er eine gewichtige Rolle für den Aufstieg von Ferrari, was in fünf WM-Titeln in Folge 2000 bis 2004 von Michael Schumacher gipfelte. Damals wurde ungehemmt getestet, und zwischen Schumi und dem italienischen Techniker entstand ein Vertrauensverhältnis.

Heute arbeitet Mazzola als Firmenberater und Mental-Trainer. Natürlich verfolgt er auch ohne Job in der Königsklasse noch immer genau, was Ferrari macht. Nach dem Niederlande-GP äusserte er sich in der Sendung Race Anatomy der italienischen Sky.

Der 64-jährige Mazzola sagt: «Ferrari hat gut daran getan, keine Stallorder auszugeben, denn das hätte den einen oder den anderen Fahrer verbittert. Aber aus meiner Sicht gab es auch keinen Grund für eine Stallorder, denn ich sehe Lewis Hamilton eigentlich nicht im Titelrennen. So lange er nicht näher am WM-Leader dran ist, wäre eine klare Hierarchie zwischen den beiden Fahrern falsch.»

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