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Mitch Kniat vor Comeback? Arminias Ex-Coach ist bei Hannover 96 im Gespräch

Sport

Bielefeld/Hannover. Nach der 1:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg scheinen sich die Wege von Trainer Christian Titz und Hannover 96 zu trennen. Wie die „Bild“ berichtet, soll es bereits ein Treffen zwischen den Verantwortlichen der Niedersachsen und dem ehemaligen Arminia-Trainer Mitch Kniat gegeben haben. „Dass wir jetzt so nicht weitermachen können, das liegt auf der Hand. Und da müssen wir die Karten auf den Tisch legen“, hatte Hannovers Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt nach der Partie gesagt.

Aufstiegskandidat Hannover hat nach fünf Saisonspielen erst einen Sieg auf dem Konto. Die Schlappe in Nürnberg ließ die Niedersachsen tief in den Tabellenkeller rutschen. „Dass man grundsätzlich eine Länderspielpause, die jetzt auch ein bisschen länger ist, eher nutzen kann, um vielleicht mal Luft zu holen und Dinge sachlich zu besprechen, liegt auf der Hand“, verkündete Boldt. Es scheint eine Interimslösung angedacht zu sein.

Zwischen Boldt und Titz hatte es schon vor der Saison geknirscht. „Ich werde da kein Geheimnis draus machen. Wir wissen alle, dass wir noch vier, fünf Spieler im Kader benötigen“, war Titz bezüglich der Kadergröße vorgeprescht und musste sich vom Sportchef einfangen lassen: „Nur Spieler zu verpflichten, ist nicht des Rätsels Lösung. Wir wollen es planvoll angehen. In der Kaderplanung gibt es immer einen, der die Parameter vorgibt, weil die wirtschaftliche Thematik natürlich eine Rolle spielt. Das ist ja kein Playstation-Spiel, wo man unendlich Geld hat oder einen Cheatcode“, hatte Boldt betont.

Kniat einer der erfolgreichsten DSC-Trainer

Das Eis am Maschsee scheint also dünn zu sein und darunter kreisen die nächsten Trainerhechte. Einer davon soll eben Kniat sein, der in der U19 von Alemannia Aachen sogar von Titz trainiert worden war. Der 40-Jährige und der DSC hatten sich im Sommer nach drei meist erfolgreichen Jahren getrennt. Der aus Eschweiler stammende Fußballtrainer wurde mit über 1.000 Tagen nicht nur zu einem der am längsten beschäftigten Bank-Chefs in Bielefeld, er wurde auch zu einem der erfolgreichsten. Zweitliga-Aufstieg und das Erreichen des DFB-Pokalfinales 2025 stehen in Kniats Arbeitspapieren. Letzteres hatte es in der 121-jährigen Klubgeschichte noch nie gegeben.

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Und auch ein weiteres, letztlich erfolgreiches Vereinskapitel geht auf Kniats Rechnung. Als er vor gut drei Jahren die Stelle in Bielefeld antrat, hatte er nach dem Zweitligaabstieg des DSC so gut wie keinen Kader zur Verfügung. Einzig Fabian Klos war geblieben. Um die Vereinslegende herum bauten Kniat und Sportchef Michael Mutzel ein Team auf, das sich in der 3. Liga behaupten musste und es mit dem Klassenerhalt am vorletzten Spieltag auch schaffte.

Seit diesem Sommer war der Coach allerdings ohne Beschäftigung. Gerüchte, dass der bekennende England-Fan auf der Insel anheuert, erhärteten sich nicht. Kniat soll noch einen laufenden Vertrag beim DSC bis 2027 haben. Er dürfte also weiter Gehalt beziehen, sofern keine andere Lösung vereinbart wurde. Ebenfalls freigestellt worden waren die Co-Trainer Daniel Jara und Janik Steringer. Ein mögliches Engagement des Trios in Hannover würde den DSC also finanziell entlasten.

Neben Kniat werden auch Wagner, Grammozis und Blessin gehandelt

Über die genauen Gründe, die im Mai zur Trennung geführt hatten, hatte es weder vom Verein noch vom Coach konkreten Auskünfte gegeben. Seitdem ist Kniat von der Bildfläche verschwunden, dürfte aber aufgrund seines guten Rufs, den er sich beim DSC erarbeitet hatte, gefragt sein. Auf dem Laufenden hält sich der Trainer zweifelsohne, so soll er beim Spiel zwischen Hannover und Karlsruhe (2:2) im Stadion gewesen sein.

Neben Kniat werden im Umfeld der Niedersachsen auch die Trainer Sandro Wagner, Dimitrios Grammozis und Alexander Blessin gehandelt.

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