DAX +0,78 % 26.203,43 Pkt 11:40:10 MDAX +0,20 % 32.576,71 Pkt 11:40:11 Euro Stoxx 50 +0,01 % 6.487,46 Pkt 11:40:00 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +3,66 % 66.300,44 Pkt 08:45:02 Gold +2,96 % 4.216,50 USD 11:45:09 Silber +2,84 % 61,76 USD 11:44:08 Brent +1,39 % 80,46 USD 11:45:07 WTI +0,63 % 76,25 USD 11:45:09 Bitcoin +0,07 % 64.102,53 USD 11:55:03 EUR/USD +0,31 % 1,15430 USD 11:54:56 EUR/GBP 0,00 % 0,85700 GBP 11:55:11 EUR/CHF +0,14 % 0,93380 CHF 11:55:11 EUR/JPY +0,43 % 182,059 JPY 11:55:11

Mittwoch: Ärger über Kinowerbung in BMWs, SpaceX-Verluste drücken Aktienkurs

Unterhaltung

Unmut macht sich breit unter BMW-Fahrern. Beim Anlassen ihres Fahrzeuges werden sie mit Reklame für einen Sommerfilm bedacht. Das ist kein Bug, sondern eine laut BMW „besondere Überraschung für Kundinnen und Kunden“. Dabei hatte der dafür verantwortliche BMW-Manager solche Aktionen zuvor abgelehnt. Derweil zeigt der erste Quartalsbericht seit dem SpaceX-Börsengang gemischte Ergebnisse. Zwar konnte der Musk-Konzern die Umsätze in allen Bereichen stärker als erwartet steigern, aber nur Starlink verdient Geld. Raumfahrt und KI sind defizitär, sodass der Aktienkurs fällt. Davon ist auch AMD betroffen, obwohl es eigentlich in AMDs Geschäftsbericht nichts zu meckern gibt. Das Unternehmen wächst dank des KI-Booms weiterhin stark und auch der Ausblick verspricht zusätzliches Wachstum. Die Börse verpasst AMD trotzdem -9 Prozent – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick. Weiterlesen nach der Anzeige „BMW hält eine besondere Überraschung für seine Kundinnen und Kunden bereit“, sagt der deutsche Autokonzern. Gemeint ist animierte Reklame für einen Kinofilm, die die Fahrzeuginsassen bei jedem Anlassen des Automobils auf dessen Kontroll-Display vorgesetzt bekommen. Die Animation ist bildschirmfüllend und erscheint beim Anlassen der Fahrzeuge 15 Tage lang, von 27. Juli bis 10. August 2026. Wer es wagt, die Animation anzutippen, löst „eine festliche Vollbildanimation im Control Display mit passend ausgewählter Hintergrundmusik und einer begleitenden Lichtshow des Ambient-Beleuchtungssystems“ aus. So stellt sich der Autohersteller eine besondere Überraschung für seine Kunden vor. Weniger überraschend sind Ärger und Spott über BMW, die derzeit in sozialen Netzen Raum greifen. Dort steht BMW für „Belästigt Mit Werbung“. SpaceX hat die ersten Quartalsergebnisse veröffentlicht, seit das Unternehmen von Elon Musk den bislang wertvollsten Börsengang hinlegen konnte. Die Umsätze konnten die Erwartungen der Marktbeobachter zwar übertreffen, und die Verluste fielen insgesamt geringer als befürchtet. Doch die millionenschweren Betriebsverluste in zwei der drei Geschäftsbereiche haben viele Anleger offenbar enttäuscht. Denn von den drei Abteilungen Space (Raumfahrt), Connectivity (Starlink) und AI (Rechenzentren und KI-Modelle) verzeichnet nur Starlink einen Betriebsgewinn, was auf die Verdopplung der Nutzerzahlen innerhalb eines Jahres zurückgeführt wird. Der Aktienkurs hat nach Börsenschluss um rund 8 Prozent nachgegeben: SpaceX-Umsätze übertreffen Erwartungen, aber Verluste lassen Aktie fallen. Auch bei AMD gibt die Aktie nach, obwohl der Halbleiterhersteller in einem weiteren Quartal neue Rekorde schreibt. Das Unternehmen verbucht einen im Jahresabstand 50 Prozent höheren Umsatz, einen sogar um 1585 Prozent explodierten Betriebsgewinn und einen um 163 Prozent gesteigerten Nettogewinn. Fast alle Zeichen stehen bei AMD derweil auf Wachstum, wobei die Data-Center-Sparte erneut am stärksten wächst. Im Segment Client und Gaming fangen die Ryzen-Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks vor allem die schwächelnden Konsolen auf. Im angelaufenen dritten Quartal 2026 erwartet AMD einen weiteren Wachstumsschub von rund 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der guten Zahlen rutscht AMDs Aktie um rund neun Prozent ab: AMDs Aktie trotz guter Zahlen ohne erkennbaren Grund im Minus. Spotify verzeichnet ebenfalls einen sinkenden Aktienkurs, obwohl die Summe aller Nettogewinne zum ersten Mal die Summe aller verbuchten Ausgaben der Unternehmensgeschichte übersteigt. Spotify meldet für das zweite Quartal Wachstum bei Nutzern, Umsatz, Betriebsgewinn, operativem Cashflow und Nettogewinn. Ende Juni zählte der seit 2012 auch in Deutschland tätige Streamingdienst 777 Millionen aktive Hörer, ein Zuwachs von zwölf Prozent im Jahresabstand. Davon waren 494 Millionen werbefinanziert (+14%). Hinzu kommen 300 Millionen „Premium‟-Abonnenten (+9%). Daraus lässt sich ableiten, dass 17 Millionen (+31%) bezahlen, ohne Spotify auch nur einmal im Juni genutzt zu haben. Der Umsatzanstieg liegt an teureren Abos, Werbung macht nur einen kleinen Teil aus: Spotify hat erstmals mehr verdient als investiert. Das an der TU Graz in Österreich entwickelte neue PV-System trägt den leider etwas schwer verdaubaren Namen FLAPTrack. FLAP steht dabei für Face-to-Face Lay-Down Anti-Degradation Protection. Oder auf Deutsch: Die Module können nicht nur horizontal als auch vertikal kontinuierlich zum Sonnenstand ausgerichtet, sondern auch zusammengefaltet werden, zum Schutz der Module bei schlechtem Wetter. Kern dabei ist ein patentierter linearer Aktuator, der beide Aufgaben übernimmt: Nachführung und Faltung in die Schutzposition. Dank der kontinuierlichen optimalen Ausrichtung zur Sonne liefert FLAPTrack laut TU Graz im Schnitt knapp 40 Prozent mehr Strom als feste PV-Module, an einzelnen Tagen bis zu 56 Prozent mehr: FLAPTrack ist eine Solaranlage, die bei Unwetter zusammenklappt und der Sonne folgt. Auch noch wichtig: Weiterlesen nach der Anzeige Die ESA bereitet den ersten Hop Test einer wiederverwendbaren Rakete vor. Eine Generalprobe hat Themis erfolgreich bestanden: Wiederverwendbare europäische Rakete Themis besteht Generalprobe. Offline-Wallets sollen besonders sicher sein. Doch wenn der Zufallsgenerator nicht arbeitet, ist die Seed Phrase nicht wirklich geheim. Denn so sind Seed Phrases leicht zu erraten: Kryptodiebe leeren Offline-Wallets. Die Mittelschicht an Entwicklern bricht weg, was nicht ohne Konsequenzen bleibt. Darüber diskutiert Richard Seidl mit Marc Bless und Thomas Ronzon: Vibe Coding und das fehlende Systemverständnis für Software Testing in der Praxis. Das US-Startup Revoy hat ein elektrisches Antriebssystem für Diesel-Trucks entwickelt. Es soll dazu beitragen, Betriebskosten und Emissionen zu senken: Revoy hilft, Dieseltrucks Spritverbrauch und Emissionen zu senken. Die Schwäche der deutschen Wirtschaft spürt man im IT-Arbeitsmarkt immer deutlicher. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, während offene Stellen zurückgehen: Weniger Stellenangebote, Arbeitslosigkeit steigt bei IT-Jobs. Am 31.07. lief die Nachfrist für eine Registrierung für Betreiber kritischer Einrichtungen aus. Die Zahl der Registrierten ist weiterhin geringer als erwartet: Rätselraten um fehlende NIS2-Registrierungen. Nicht alle Mineralölunternehmen wollen zur Prüfung der Tankstellenpreise Daten liefern. Zuletzt erzielte das Kartellamt aber einen Zwischenerfolg im „Verfahren gegen sämtliche Raffineriebetreiber“: Kartellamt lässt nicht locker. Das 1931 von einem Deutschen erdachte wahnwitzige Atlantropa-Projekt sollte den Energiehunger Europas stillen und das Mittelmeer in Teilen austrocknen. Das schreibt Zahlen, bitte! zu Atlantropa: 14.200 Meter langer Damm für eine neue Welt. FFmpeg 9.0 unterstützt animiertes WebP, bietet mehr Hardwarebeschleunigung für Videoformate und neue HDR- und KI-Funktionen: WebP rein, GIF raus bei FFmpeg 9.0. Ein Forschungsteam aus Darmstadt arbeitet an einer Software, die manipulierte Gesprächsteilnehmer in Videocalls erkennen soll: Fraunhofer entwickelt Echtzeit-Warnsystem gegen Deepfakes in Videokonferenzen. Der AI Act mag nach Bürokratie klingen. Doch wer ihn als lästige Pflicht abtut, verkennt, wie viel Vertrauen er schafft, meint Dennis-Kenji Kipker in seinem Kommentar: AI Act – Europas unterschätzter Vorsprung.

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