Mobilität: So will Lightbike-Hersteller Novus Autofahrer überzeugen
München. Lange Jahre hat René Renger sein Traumfahrzeug entwickelt. Zunächst im eigenen Wohnzimmer, dann seit 2019 mit seinem Start-up Novus. Jetzt sind die ersten Lightbikes auf der Straße, und der Gründer hat ehrgeizige Ziele: „Wir wollen Weltmarktführer für urbane Leichtkraftmobilität werden.“
Der Weg dorthin war lang und herausfordernd. Das erste Novus-Modell kam später als geplant auf die Straßen, das Gewicht ist höher als zuerst angekündigt. Doch sieht Novus jetzt die Chance für den Marktdurchbruch und konnte teils namhafte Investoren von dem Geschäftsmodell überzeugen.
In einer neuen Finanzierungsrunde hat das Start-up laut Schätzung in Branchenkreisen einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag eingesammelt. Es beteiligten sich laut Unternehmensangaben unter anderem der frühere Chefingenieur von Lucid Motors, Eric Bach, und Martin Hoffmann, der den Laufschuhspezialisten On als Co-CEO an die Börse gebracht hat. Lead-Investor ist wie schon in der frühen Seed-Runde der Venture-Capital-Spezialist 468 Capital.
Aufmerksamkeit in der E-Mobilitäts-Szene hat der ehemalige Volkswagen-Designer Renger offenbar schon früh erzeugt. Schon 2019, bei der Vorstellung des ersten Modells seines Elektro-Leichtmotorrads auf der Tech-Messe CES, bekam er nach eigenen Angaben am zweiten Tag einen Anruf von Elon Musks Sekretärin. Der Tesla-Chef wollte ihnen den ersten Prototyp abkaufen.