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Moderatorin zum Tod verurteilt

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Sie flehte und weinte im Gericht: TV-Moderatorin (39) zum Tod verurteilt

Von: Robin Dittrich

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TV-Moderatorin Sarah Khalifa soll in Ägypten am Galgen sterben – wegen angeblichen Drogenhandels. Die 39-Jährige beteuert vor Gericht ihre Unschuld.

Kairo – Sie moderierte eine Sendung über Verbrechen – jetzt steht sie selbst vor dem Richter. Ein ägyptisches Gericht in Kairo hat die TV-Moderatorin Sarah Khalifa am Samstag zum Tode verurteilt. Der Vorwurf: Sie soll als Teil einer kriminellen Vereinigung synthetische Drogen hergestellt und in Umlauf gebracht haben. Khalifa, 39 Jahre alt, war in Ägypten vor allem durch ihre Kriminalitätssendung „Mission Impossible“ auf dem Privatsender Al-Mehwar bekannt.

Zusammen mit elf weiteren Angeklagten erhielt sie das Todesurteil, wie die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram berichtete. Neun weitere Mitglieder der Gruppe wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, sieben Angeklagte sprach das Gericht frei. Insgesamt standen 28 Personen vor Gericht. Auch in Syrien erregte ein Verfahren zuletzt Aufmerksamkeit – wegen Kriegsverbrechen wurden mehrere Personen zum Tode verurteilt.

TV-Moderatorin zum Tode verurteilt – Staatsanwaltschaft mit schweren Vorwürfen

Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe vor, Ausgangsstoffe aus dem Ausland importiert zu haben, um daraus synthetische Drogen zu kochen. Als Labore dienten laut The Guardian normale Wohnungen. Ermittler stellten mehr als 750 Kilogramm Drogen und Rohmaterialien sicher, dazu nicht zugelassene Schusswaffen und Munition. Im Prozess sagten 20 Zeugen aus, Nachrichten, Fotos und Videos wurden ausgewertet.

Khalifa wurde im April 2025 festgenommen. Neben ihrem TV-Job betrieb sie ein Zentrum für Schönheitschirurgie und eine Eventfirma – und pflegte mit 2,5 Millionen Instagram-Followern eine große Fangemeinde. Khalifa wies alle Vorwürfe energisch zurück. Weinend wandte sie sich an den Richter: „Bitte hören Sie mir zu, Herr Richter. Meine Eltern haben mich gut erzogen; sie sind gläubige Menschen, und ich brauche kein Drogengeld.“

Zum Tode verurteilte Moderatorin erklärt ihre Unschuld

Gegenüber Ermittlern hatte sie zuvor erklärt, sie habe Drogen noch nie gesehen, bis man sie nach ihrer Festnahme damit fotografiert habe. Und: „Ich schwöre bei Gott, dass nichts davon je passiert ist.“ Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Khalifa und die anderen Verurteilten können vor dem Kassationsgericht, Ägyptens höchster Strafinstanz, Einspruch einlegen. Zwei Angeklagte, die noch auf freiem Fuß sind, wurden mit Reiseverboten belegt.

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